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Selbstgemachter Lifestyle, DailyArtDesign macht mit – Special Guest

© Melanie Viola

Die Berliner Künstlerin Melanie Viola ist Expertin in Sachen digitale Bildbearbeitung. Ihre Werke zeichnen sich durch einzigartige Farbakzente und spannungsreichen Strukturen aus. Ihre Spezialität sind Architekturfotografien aus den Metropolen der ganzen Welt. Für DailyArtDesign hat sie sich etwas ganz besonderes einfallen lassen und ein Tutorial zur digitalen Bildbearbeitung verfasst. Viel Spaß!

 

Making of… “City-Art PARIS Eiffeltower IV”
Mit wenigen Schritten zu einem dekorativen Werk!

 

Mit digitaler Bildbearbeitung erschaffe ich aus meinen Fotografien unter anderem „City- Art“-Werke. Hierbei erstelle ich von bekannten Orten der Welt eine „Serie“, die die landestypischen Wahrzeichen aufzeigen. Durch die digitale Bearbeitung sind diese jedoch nur schemenhaft zu erkennen, aber dennoch sofort zuzuordnen. Die mit diversen Strukturen durchzogenen Bilder sollen zugleich dekorativ sein, um als Wandschmuck zu dienen oder aber auch auf andere Weise gefallen finden. Beim genaueren Betrachten fallen immer wieder Details ins Auge, die beim ersten Blick nicht unbedingt zu erfassen waren. Die Werke sollen attraktiv sein und neugierig machen. Eine moderne und dynamische Bildaussage steht dabei stets im Vordergrund. Hierbei halte ich mich an keine starren Regeln sondern erschaffe Werke nach meinen eigenen Vorstellungen. Malerisch wirkende Passagen, moderne Farbakzente und grafische Nuancen sollen in den Bildern eine einzigartige Kombination finden. Von horizontalen und vertikalen Strukturen durchzogene Bilder steigern die Wirkung und vermitteln eine rasante Dynamik, die den Betrachter in den Bann ziehen soll.

© Melanie Viola via Posterlounge.de

 

Benutzte Software:

– Photoshop CS 5
– Weitere Informationen:
Ich nutze kommerziell nutzbare Pinsel von Fudgegraphics oder meine eigenen erstellten Pinselspitzen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Auflösung der Pinsel hoch ist, da ansonsten die Ränder zu pixelig werden. Eine maximale Pixelzahl von etwa 2500 ist ratsam, um über ein großes Spektrum verfügen zu können.

 

Ebene Nr. 1:

© Melanie Viola

Auf einer neuen Ebene habe ich zunächst mit einem Pinsel die ersten Kleckse aufgetragen, die im Vordergrund die Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollen.

Als Farbe hatte ich Weiß eingestellt. Da mir dies zu grell erschien, habe ich die Ebenenfüllmethode auf „Ausschluss“ gestellt, so dass sich die Kleckse verwandelten. Hierbei werden die Originalfarben grundsätzlich umgekehrt.

Auf den helleren Flächen sind die Kleckse daher dunkel und auf den dunkleren Stellen heller. Ich arbeite gern mit „Füllmethoden“, man sollte sie allerdings nur in Maßen genießen.

 

Ebene Nr. 2:

Das Ausgangsfoto und die erste Ebene reduziere ich nun auf eine Ebene (Ebene Nr. 2).

© Melanie Viola

(links) Die Füllmethode steht auf „Abdunkeln“. Um den Hintergrund etwas weicher zu gestalten und dennoch Dynamik in das Foto zu bringen, werden jetzt Filter eingesetzt. Den Weichzeichnungsfilter „Bewegungsunschärfe“ habe ich wie folgt eingestellt:
Winkel: -70 Grad
Abstand: 500 Pixel

(rechts) Durch eine Ebenenmaske auf Ebene 2 male ich mit einem Pinsel Stellen weg, die mir nicht gefallen (auf einer weißen Ebenenmaske kann dies mit einem schwarzen Pinsel erledigt werden. Mit einem weißen Pinsel wiederum zu viel Entferntes wieder hervorgebracht werden). Das ist eine nichtdestruktive Arbeitsmethode, die keinerlei Qualitätsverlust beherbergt!

 

Ebene Nr. 3:

Nun kopiere ich die Ebene Nr. 2 und nenne diese Ebene Nr. 3.

© Melanie Viola

(links) Die Füllmethode steht noch auf „Abdunkeln“. Ich benutze wieder den Weichzeichnungsfilter „Bewegungsunschärfe“, um weitere Dynamik zu kreieren und habe ihn diesmal wie folgt eingestellt:
Winkel: 10 Grad
Abstand: 900 Pixel

(rechts): Durch eine Ebenenmaske auf Ebene 2 male ich auch hier mit einem Pinsel Stellen weg, die mir nicht gefallen. Später setze ich die Füllmethode auf „Farbig abwedeln“ und verstärke sowie vergrößere dadurch den hellen Schein um den Eiffelturm.

 

 

Ebene Nr. 4:

© Melanie Viola

Auf einer neuen Ebene (Ebene Nr. 4) male ich mit einem Pinsel eine knallige Farbe über das Bild. 
Das sieht zunächst Mal etwas gewöhnungsbedürftig aus. Der Knackpunkt ist wieder einmal die Füllmethode. Hier kann ruhig etwas experimentiert werden.
In diesem Fall habe ich mich für „Ineinanderkopieren“ entschieden. Diese macht dunklere Farben noch dunkler und helle noch heller, was den Kontrast verstärkt.

 

 Ebene Nr. 5 und Nr. 6:

© Melanie Viola

Auf einer neuen Ebene (Ebene Nr. 5) male ich mit einem Pinsel eine weitere knallige Farbe über das Bild.
Auch hier habe ich mich für „Ineinanderkopieren“ entschieden.

Tipp: Wenn einige Pinselkleckse nicht gefallen, kann auch hier wieder mit einer Ebenenmaske gearbeitet werden, bis das Resultat gefällt!

 

Auf einer neuen Ebene (Ebene Nr. 6) male ich diesmal mit einem großen, eckigen Pinsel über das Bild und setze abschließend diese Ebene auf „Dunklere Farbe“. Dies dunkelt das Ergebnis noch etwas ab!

Noch ein Tipp zur Benutzung von Pinseln: Ich variiere die Formeigenschaften und die Streuung meiner Pinsel, um keine Dopplungen zu erhalten. Als ich in der letzten Ebene mit dem großen, eckigen Pinsel arbeitete, habe ich die Pinselkleckse jedoch alle einzeln gesetzt, um eine bessere Kontrolle zu haben.

 

DailyArtDesign sagt danke Melanie Viola für dieses spannende Tutorial  aus der Welt der digitalen Bearbeitung.

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