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Selbstgemachter Lifestyle, DailyArtDesign macht mit – Special Guest

Die Aquarellmalerei ist Andrea Fettweis Leidenschaft. Über die Jahre ihrer Künstlerkarriere hat sie die Technik immer weiter perfektioniert. Neben der Malerei nutzt sie auch die Fotografie um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. In der Kunst ist Andrea Fettweis sehr experimentierfreudig. Heute stellt sie euch wasserlösliche Wachskreide vor. Außerdem gibt sie euch einige Tipps und Tricks zur Anwendung.

 

Wasserlösliche Wachskreiden mit dem Finger vermalen

Von Zeit zu Zeit überkommt es mich. Dann gefallen mir meine Aquarelle nicht mehr, ich finde sie langweilig und  unmodern, und schließlich versuche ich, die Techniken zu variieren. Mehrmals habe ich bereits wasserlösliche Wachsmalkreiden getestet, sie mit normalen Aquarellfarben kombiniert oder auch solo benutzt, aber kein befriedigendes Ergebnis erzielt. Die Kreiden sehen aus wie die, die wir damals schon zu Schulzeiten verwendet haben, aber diese lassen sich trotz des Wachsanteils mit Wasser vermalen. Der Überraschungseffekt ist dabei groß: Sobald die Farben mit Wasser in Berührung kommen, verwandeln sich die zarten Aufträge in kräftige Farben, die oft völlig anders aussehen als die trockenen Striche.

© Andrea Fettweis

 

Was mir nicht gefiel, war, dass die mit Wasser und Pinsel bemalten Flächen keine spannenden Momente zeigten. Eine nachträgliche Bearbeitung mit den Kreiden brachte keine Verbesserung. Also legte ich die Kreiden wieder zur Seite. Da ich sie aber praktisch finde und gerade auf Reisen gern einsetzen würde, probierte ich immer wieder neue Malweisen aus. Als ich kürzlich bettlägerig war und mich langweilte, holte ich die Kreiden wieder hervor und legte eine kleine Zeichnung mit raschen, eher intuitiven Strichen an. Ich hatte kein Malwasser bereitgestellt, also befeuchtete ich meinen Zeigefinger mit Speichel und betupfte einzelne Stellen der Zeichnung. Tatsächlich entstanden lebhafte Effekte! Später holte ich mir einen Becher Wasser und bearbeitete die Zeichnung weiter.

© Andrea Fettweis

 

Wie bei der Aquarellmalerei allgemein muss man auch beim Vermalen der Kreiden immer wieder innehalten und das Bild auf sich wirken lassen. Keinesfalls sollten alle Flächen mit Wasser vermalt werden, da sonst alles miteinander verschwimmt. Wenn alles trocken ist, kann man einige Stellen mit den Kreiden nachbearbeiten und so  raue Elemente in das Bild bringen. Für feine Linien könnte man auch ein feuchtes Wattestäbchen einsetzen, aber grundsätzlich finde ich den Auftrag mit dem Finger reizvoller, da sich das Wasser nicht allzu lange hält und die verwischte Fläche in eine trockene übergeht. Genau das ruft die spannenden Strukturen hervor!

© Andrea Fettweis

 

DailyArtDesign bedankt sich bei Andrea Fettweis für diesen einmaligen Einblick in ihr Schaffen und für die interessanten Tipps. Wenn ihr mehr über Andrea Fettweis und ihre Kunst erfahren möchtet, findet ihr hier ein Kurzinterview mit der Künstlerin.

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