DailyArtDesign

© DailyArtDesign

Selbstgemachter Lifestyle – DailyArtDesign macht mit – Special Guest: Ein Plädoyer für die Automatik-Fotografie

Der Blick für das Wesentliche….und die Schönheit der Dinge, die uns umgeben – das macht Hans Jürgen Sommers Fotografie aus. Besonders der Schwarz/Weißfotografie hat sich der Künstler verschrieben. Für DailyArtDesign hat er ein Plädoyer für die Automatik-Fotografie verfasst, verschrien unter Kunstschaffenden, aber für Sommer einfach und auf den Punkt.

 

Ein Plädoyer für Automatik-Fotografie und „Suppenzooms“

© hans Jürgen Sommer via posterlounge.de

Unter Fotografen-Kollegen gilt die manuelle Fotografie, also das getrennte Einstellen von Zeit und Blende, als die hohe Schule der Fotografie. Doch ist dies wirklich so erstrebenswert, relativ viel Zeit zu investieren in eine unnötige Arbeit. Bei den heutigen Kameras mit ihren ausgeklügelten Automatiken, denke ich, nicht. Ich muss ja zugeben, ich kann auch nicht manuell fotografieren, aus mangelndem Interesse habe ich es nie gelernt. Ich nutze immer die Zeitautomatik, heißt, ich wähle die Blende vor und die Kamera wählt die passende Zeit aus. Noch nie, trotz abertausender gemachter Bilder,  bin ich dabei in Verlegenheit geraten. Bei meiner Art der Fotografie ist man schnell, denn nach meiner Ansicht nach kommt es bei jedem Schuss auf die zehntel Sekunde an. Ich würde mich zu Tode ärgern, wenn ich ein besonderes Bild versäumen würde, weil ich erst überlegen müsste, wie ich richtig belichte. Das kann ruhig die Kameraautomatik für mich erledigen. Da ich immer mit den Rohdateien der Kamera arbeite (RAW) kann ich leichte Fehlbelichtungen verlustfrei später am Computer korrigieren.

© hans Jürgen Sommer via posterlounge.de

 

Vor einiger Zeit habe ich an einem Model-Shooting teilgenommen. Ein Teilnehmer hatte eine hochpreisige Kamera eines berühmten deutschen Herstellers mit dem roten Punkt. Er war sehr stolz auf die Tatsache, dass er die ganze Zeit manuell belichtet. Doch es dauerte immer, gefühlt, eine Ewigkeit, bis er die richtige Einstellung gefunden hatte. Die beste Pose des Models war dann schon vorbei.
Mein Tipp: Nichts auf die festgefahrene Meinung mancher Fotografen geben und so Fotografieren, wie es einem Spaß macht und man am schnellsten ist.

Vielleicht gibt es mache Situationen, in denen man manuell belichten muss (z.B. Langzeitbelichtung), doch wenn man 99% der Bilder mit Automatiken machen kann, so sollte man dies tun.

© Hans Jürgen Sommer via posterlounge.de

 

Auch Festbrennweiten zählen in Fotografen-Kreisen als die beste Möglichkeit, das Optimum aus seinen Bildern herauszuholen.  Meiner Meinung nach sind sie jedoch zu unflexibel. Wie z.B. das Normalobjektiv: 50mm bezogen auf Vollformatkameras. Die berühmte „Turnschuh“-Brennweite, da man sich den optimalen Kamera-Standpunkt erlaufen muss. Auf Reisen habe ich es immer dabei gehabt, jedoch nie genutzt. Als mein „Immerdrauf“-Objektiv hat sich mein 28mm-300mm, in Fotografen-Kreisen abfällig „Suppenzoom“ genannt, bewährt. Von leichtem Weitwinkel bis zum Tele-Bereich ist alles abgedeckt. Sehr praktisch, wenn man z-B. in einer Reisegruppe unterwegs ist und seinen optimalen Standpunkt nicht immer erlaufen kann. Etwaige Verzeichnungen, die es ohne Frage bei dieser Art von Objektiven gibt, lassen sich später mit Lightroom korrigieren.

 

© Hans Jürgen Sommer via posterlounge.de

Mein Artikel ist sehr subjektiv, er spiegelt meine persönlichen Vorlieben wieder. Doch kann er vielleicht den einen oder anderen Fotografen davon überzeugen, dass man die Fotografie nicht nach landläufigen Meinungen betreiben sollte. Fotografie sollte Spaß machen und nicht verbissen betrieben werden nach dem Motto: „Das ist eine gute, das ist eine schlechte Art Fotos zu machen“. Das Ergebnis zählt, nicht, wie ein Bild gemacht wurde.

Hans-Jürgen Sommer gefällt dieser Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *