Jens Uhlenbusch via Posterlounge.de

© Jens Uhlenbusch via Posterlounge.de

DailyArtDesign Interview mit Jens Uhlenbusch – Fotograf

DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

JU: Hallo, mein Name ist Jens Uhlenbusch. Geboren 1966 in der Nähe von Hannover, verheiratet, eine Tochter. Ich habe nach Gärtnerlehre und Zivildienst Landschaftsarchitektur studiert und arbeite seit mehreren Jahren bei einem Anbieter für Teich-Selbstbausysteme als Fachberater im Vertrieb.

Ich fotografiere, mit Unterbrechungen, seit gut 30 Jahren. So richtig dabei bin ich aber erst seit 10 Jahren. Vorher war ich eher ein Gelegenheitsfotograf da ich mich in meiner Freizeit hauptsächlich mit meiner anderen großen Liebe, der Musik beschäftigt habe und auch heute noch Musik mache. Im Laufe der Jahre und vielleicht auch bedingt durch das Studium der Landschaftsarchitektur und Beruf, habe ich mich immer mehr der Landschaftsfotografie verschrieben. Nachdem aus der Karriere als Rockmusiker Nichts geworden ist habe ich mehr der Fotografie zugewandt, die Musik ist immer mehr in den Hintergrund getreten was ich gelegentlich auch bedauere.

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DAD: Hast du einen Lieblingskünstler und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

JU: Ein Vorbild oder Lieblingskünstler habe ich nicht. Inspiriert werde ich oft durch interessante Lichtstimmungen, Farben und Gerüche beziehungsweise aus den Kombinationen daraus die ja jahreszeitlich sehr unterschiedlich sind. Ich versuche die Stimmung die ich dabei empfinde auf das Bild zu übertragen. Ich finde es zum Beispiel unglaublich schön an einem warmen Hochsommerabend durch das angrenzende Naturschutzgebiet zu radeln und dabei die unterschiedlichsten Farb- und Duftkombinationen zu erleben. Das geht von einem eher erdigem Geruch über frisches Heu und Kräutern bis zu einem Schwall süß duftender, warmer Luft den man da gerade durchfährt. Wenn dann noch das Licht stimmt bin ich erst einmal beschäftigt und kann dabei einfach abschalten.

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DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

JU: Die Bilder entstehen meistens spontan, es kommt natürlich vor das ich vorher schon ein bestimmtes Motiv im Kopf habe und danach unter Umständen meinen Urlaubsort auswähle. Vor ein paar Monaten war ich auf Juist und hatte vorher schon ziemlich genaue Vorstellungen von den Bildern die ich machen wollte. Dünenlandschaften, die Küste überhaupt, üben eine große Anziehungskraft auf mich aus. Gerade im Spätsommer und Herbst gibt es tolle Lichtstimmungen die ich einzufangen versuche.

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DAD: Welche Materialien, Medien und Software benutzt du für deine Kreationen?

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JU: Zur Zeit fotografiere ich mit einer Nikon D90. Hauptsächlich verwende ich ein Tokina 12-24mm Objektiv, gelegentlich auch einmal das Nikon 18-105mm Setobjetiv das erstaunlich gut ist. Die Bilder werden anschließend mit Photoshop nachbearbeitet, dass heißt Tonwertkorrektur, Lichter und Schatten.

 

DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei ihren Betrachtern?

JU: Tja, das einordnen in Schubladen überlasse ich anderen. Ich denke es handelt sich um klassische Landschaftsfotografie.

 

DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

JU: Ich habe in den letzten zwei Jahren für einen kleinen Unkostenbeitrag den Kalender der Gemeinde Hopsten beziehungsweise der Werbegemeinschaft Hopsten fotografiert. In dieser Zeit habe ich so viel über die einzelnen Orte der Gemeinde gelernt und ein paar sehr interessante Menschen kennen gelernt wie in den ganzen 10 Jahren vorher nicht. Das hat sehr viel Spaß gemacht und mich auch das ganze Jahr immer wieder beschäftigt. An machen Ort bin ich vier- fünfmal gefahren bis endlich Alles passte.

 

DAD: Woran arbeitest du gerade?

JU: Projekte sind bei mir doch eher die Ausnahme und auch zeitlich schwierig zu realisieren. Ich muss mein Geld ja anders verdienen. Zur Zeit ist Nichts geplant, vielleicht gibt es noch einmal die Gelegenheit ein Motiv das mir schon länger im Kopf herumschwirrt abzulichten.

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DAD: Was hält dich bei der Arbeit Grafikprogramm und hinter der Kamera wach?

JU: Der Spaß an der „Arbeit“ und die Neugier auf das Resultat.

 

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DAD: Hast du als erfahrener Fotograf ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

JU: Auch wenn es sich langweilig anhört: ein paar Grundbegriffe der Fotografie wie zum Beispiel den Umgang mit der Blende sollte man schon kennen. Ich verlasse mich nie auf irgendeine Automatik wenn ich ein bestimmtes Resultat erzielen möchte und stelle Alles händisch ein. Dazu muss man seine Kamera mindestens in den Grundzügen kennen. Ich bin kein Techniker und mag mich mit technischen Dingen eigentlich auch nicht beschäftigen, aber die absoluten Basics der Fotografie sollte man lernen. Das geht auch nur durch ausprobieren.

 

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview! Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

 

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