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© Robert Lebeck

Hommage an Romy Schneider in der Bundeskunsthalle

“Sie ist ein Mythos, eine Legende, und sie wird es bleiben.”

 

Alain Delon über Romy Schneider

 

Sie war schön, sensibel und sinnlich wie keine andere, sie sprühte vor Charme und Charisma. Ihr wurde nun zu ihrem 30. Todestag in der Bonner Kunsthalle eine Ausstellung gewidmet, die nicht den Glamour des Weltstars Romy Schneider in den Fokus rückt, sondern ihr Leben und ihre Persönlichkeit widerspiegelt. Die Fotoschau zeigt die anderen Bilder von Dreharbeiten, ihr Gesicht – strahlend in einem Augenblick, tränen-überströmt im nächsten.

 

© dpa

Die Ausstellung, die bis zum 24. Juni 2012 in der Bonner Kunsthalle gezeigt wird, präsentiert Bilder aus Film, Presse und Privatleben und kombiniert diese mit Filmausschnitten. Medieninstallationen zeigen das Wechselspiel zwischen Projektion und aktiver Selbstinszenierung. Die Hommage zeichnet ihre Lebenswege nach und thematisiert ihre Emanzipation, ihre private Tragödie und ihre große Leidenschaft, die mit ihrem frühen Tod endete.

 

„Im Film bin ich alles, im Leben bin ich nichts“

 

Der Ausspruch Romy Schneiders ergibt großen Sinn, die Grenzen zwischen Rolle und Realität waren fließend im Leben der Frau, die ohne Kamera nicht zu existieren schien und mindestens zwei Gesichter hatte: Romy, als Rosemarie Magdalena Albach geboren, war die Unschuldige, die Prinzessin und die Prostituierte zugleich, die leise Zarte und die wilde Furie. Sie strahlte in die Kameras, um im nächsten Moment tränen-überströmt zu sein.

© Robert Lebeck

 

Diese diversen Momente, die sicherlich nicht immer für die Öffentlichkeit gedacht waren, hat der Fotograf Robert Lebeck festgehalten, der Romy Schneider 1981 ein letztes Mal getroffen hat. Damals war sie in einem Sanatorium und hatte eine Niere verloren. Ihr Mann hatte sich mit einem Schal erhängt, ihr Sohn kam bei einem Unfall ums Leben, als er über einen Zaun klettern wollte. Ihr Leben war durchzogen von Tragödien. Vielleicht wirkt deshalb ihre Schönheit noch faszinierender, denn sie war Mythos und Wahrheit in einem, die „Frau mit der Überdosis Weiblichkeit“, wie sie Alice Schwarzer nannte und schon zu Lebzeiten eine Legende. Auch einige Notizen, die fast klassenkämpferisch anmuten und ihren Witz zeigen, offenbart die Ausstellung:

„Komme nicht zum Dinner, die Techniker und Elektriker sind auch nicht eingeladen.“,

schrieb sie an einen Regisseur mit dem sie gerade zusammenarbeitete.

 

Alles in allem ein Must-See, wenn man gerade in und um Bonn weilt!

 

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn

Öffnungszeiten:
Dienstag und Mittwoch 10 bis 21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag 10 bis 19 Uhr

Eintrittspreise:
Reguläre Tageskarte 8, ermäßigt 5 Euro

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