Andrew Knapp

© Andrew Knapp

Versteckspiel mit dem allerliebsten Vierbeiner- Andrew Knapps „Find Momo“

Hundefotografien sind immer wieder ein beliebtes Thema, schließlich gibt es unzählige Fans des besten Freundes des Menschen. Und jeder will seinen Lieblingshund oder auch den eigenen stolzen Vierbeiner gut abgelichtet wissen. Dabei reicht das Spektrum von Porträts, die eher an Starfotos erinnern, über sogenannte Actionshots, die Hunde beim Springen, Rennen und Spielen zeigen bis hin zu Unterwasseraufnahmen, die einfach sprachlos machen.

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Kennt ihr noch die Suchbilder in den Kinderzeitschriften früher? In manchen musste man Fehler oder Ungleichheiten entdecken, in anderen sollte man gewisse Gegenstände aufspüren – ganz schnell fühlte man sich dann als Sherlock Holmes . Selbstverständlich gibt es solche Spielereien immer noch in den heutigen Kindermagazinen, selbst in den Rätselheften für Erwachsene kann man derlei Nettigkeiten finden. Was dies nun mit Hunden und Fotografien von ihnen zu tun hat? Dies können wir ganz simpel mit einer Gegenfrage beantworten: Wie wäre es mit einer gewissen Kunstform, die uns den Suchspaß und die Freude an der Fotografie und am Hund vereinen lässt?

 

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Manche Hunde sind ein Meister im Verstecken, dabei ist das gar nicht so leicht. Neben der typischen Hundestatur muss man, äh ‚hund‘ die Größe und Fellfarbe berücksichtigen. Und so wird das hundigliche Versteckspiel schnell zum Abenteuer, das uns staunen lässt.

Der kanadische Graphikdesigner Andrew Knapp hat mit seinem Collie ein Fotoprojekt gestartet, das ursprünglich als Geschenk für die Verwandtschaft gedacht war.  Dann nahmen die Dinge aber ihren Lauf und derzeit ist sogar ein Buch in Planung.

 

Find momo hat sich zu einem Fotoprojekt mit großer Fangemeinde gemausert, um in der Tiersprache zu bleiben. Die Fans des Fotoblogs warten regelmäßig mit größter Neugier auf die Veröffentlichung des neuen Bildes, auf dem sich Momo gekonnt versteckt und förmlich mit seiner Umgebung verschmilzt. Dabei gibt er seinem Vierbeiner aber keine Anweisungen, sich zu verstecken oder ähnliches – Momo scheint selbst die Initiative zu ergreifen und vor allem wirklich Freude daran zu haben, sich in die entlegensten Winkel der Landschaft (und damit der Linse Andrew Knapps) zurückzuziehen, sich dabei auf die Lauer zu legen, still und leise höchstens ein Ohr zu spitzen und im Geheimversteck auszuharren.

 

Und in der Tat ist es schwer, sogar mit Brille auf der eigenen Nase, den Hund immer gleich im Foto zu entdecken.

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Gut getarnt hinter einer Bank, im Schnee, vor einer Hauswand lauert Momo wohl auf das Gefundenwerden. Entstanden ist die Idee für das Fotoprojekt schlicht und ergreifend beim Stöckchen-Werfen. Statt die Stöckchen zurückzubringen, versteckte sich der Collie immer wieder und wurde so zum Star der Fotografie seines Herrchens. Nur mit Adleraugen kann man ihn entdecken – so bekommt der Begriff des Suchbildes gleich noch eine tiefgründigere Bedeutung.

 

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Ein Suchbild enthält eine auf den ersten Blick nicht sichtbare Figur, sagt Wikipedia. Sicherlich fallen darunter auch jene 3D-Bilder, die man sich lange vor Augen halten muss, um die Figur plastisch entstehen zu lassen. Aber auch Find Momo ist ein Suchbild im weiteren Sinne, fischt man Momo nur mit Adleraugen heraus.

 

Der Graphikdesigner Andrew Knapp, der auch im Fotografischen und in der Illustration zuhause ist, arbeitet übrigens, wenn er nicht mit seinem Hund unterwegs ist, mit Kunden, wie FedEx, Sony oder mini USA zusammen – er sucht und findet Schönheit in allem. Ein gutes Credo, oder?!

 

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