John Clang

© John Clang

Wiedervereinte Familien

© John Clang

Jeder, der eine Weile im Ausland gelebt hat, kennt es, das Gefühl, das sich heimtückisch von hinten anschleicht und dann unvermittelt zusticht: Heimweh. Seine Lieben zu entbehren, sich zu fragen, ob sie wohl gerade am Küchentisch über das letzte Frühstücksei streiten oder im Lieblingsclub abtanzen oder auch nur den ganz speziellen Geruch des eigenen Zuhauses zu vermissen, kann unsagbar traurig machen. Letztlich war genau das der Ansporn für das Fotoprojekt „Being Together“ von John Clang, der mittels Skype und Beamer klassische Familienporträts mit der heutigen Technik verknüpft und eine bildhafte Brücke zwischen getrenntlebenden Familien baut.

© John Clang

 

 

Clang, der selbst getrennt von seiner Familie in Singapur lebt, wollte den ungewöhnlichen Moment des Zusammenseins unbedingt mit anderen teilen.

 

 

 

© John Clang

Clang hat lange an der besten technischen Lösung für seine Fotoserie getüftelt, da aller Aufwand unsichtbar sein sollte. Das Endergebnis kann sich sehen lassen, findet DailyArtDesign. Weder Zeit noch Mühe noch den finanziellen Aufwand für Flugkosten & Co hat der Künstler gescheut. Schwierig wäre eher gewesen, wirklich Leute zu finden, die bei dem Projekt mitmachen und diese begleiten zu dürfen, erklärte Clang kürzlich  in einem Interview. Seine Patensöhne seien zu den jeweiligen Familien in Singapur gegangen, er und seine Frau wären derweil in die verschiedenen Länder geflogen. So sind 40 Porträts entstanden.

Die komplette Serie wird Anfang nächsten Jahres im National Museum von Singapur zu sehen sein. Hier schon einmal das Making Of zum Projekt!

Claudia Böttcher gefällt dieser Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *