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Design als Erfolgsfaktor: Kunst aus dem Hause NIVEA & ein GEWINNSPIEL!

In keinem Badezimmer darf sie fehlen, und auch wenn sie fehlt, ist ihr Name weltbekannt: Die Nivea-Creme. Die Creme selbst wurde in monatelanger Prozedur um den Fett- und Wassergehalt von Carl Beiersdorf erfunden, das Produkt in Design, Botschaft und Werbemittel aber wurde von Oscar Troplowitz zu dem gemacht, was es seit 1911 bis heute ist: eine Creme und Hautpflege, die keinerlei Erklärung mehr braucht. Fünf Buchstaben sagen alles: NIVEA. Und um sie herum entstand durch Troplowitz, dem Apotheker, der eigentlich Architekt werden wollte und als Unternehmer Furore machte, ein ganzes Imperium.

Am 18. Januar wäre Troplowitz 150 Jahre alt geworden, weshalb ihm die Hamburger Kunsthallen eine Ausstellung seiner leidenschaftlich gesammelten Kunst widmet, gepaart mit den Botschaften der Nivea-Dynastie.

 

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Oscar Troplowitz war der Mann der Stunde, der in Hamburg das pharmazeutische Labor von Carl Beiersdorf kaufte. Damals war er gerade einmal 27 Jahre alt. Er ließ den Namen Beiersdorf gewähren, fügte nur ein kleines „& Co.“ hinzu und machte letztlich alles richtig, was ein Unternehmen zum Erfolg führen konnte. Beiersdorf lehnte Reklame ab, er schrieb die Namen seiner Produkte simpel mit Hand auf Döschen und Tuben. Troplowitz machte das Gegenteil – nach dem Bau einer neuen Firmenzentrale in Hamburg-Eimsbüttel, wo bis heute das Hauptquartier des Konzerns zu finden ist, entwickelte er das, was heute allgemein als Marke und eben als NIVEA bekannt ist.

 

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Klare Druckbuchstaben der Neuen Sachlichkeit waren seine Devise. Aufsteller, Werbetafeln und Straßenbahnen oder Busse wurden „niveasiert“. Die Wirkung stellte sich, ganz wie bei einer guten Creme erwünscht, schnell ein. Der Mitarbeiterstamm verfünzigfachte sich, der Umsatz stieg – Beiersdorf & Co. wurde zum global player. Das Design der Marke wurde zum wesentlichen Erfolgsfaktor, arbeitete Troplowitz auch mit der künstlerischen Gestaltung seiner Produkte. Der Bekanntheitsgrad stieg, die Rezeptur der klassischen Niveacreme wurde bis heute nicht verändert – Qualität setzt sich durch. Und mir ihr die typisch runde Blechdose Troplowitz’.

 

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Troplowitz war einer der ersten Unternehmer seiner Zeit, die das Potential eines guten Designs erkannten. Er setzte auf Konstanz in Qualität und Layout, ein cleverer Schachzug. Ab 1912 engagierte er die bekannte Werbeagentur Hollerbaum & Schmidt, die am Durchbruch des Sachplakats der Modere maßgeblich beteiligt war. Die schnörkellose Plakatsprache wurde auf das Wesentlichste reduziert, klare Motive und nur ein Minimum an Schrift kamen zum Einsatz. Die fette Typographie und die kräftigen Farben sprachen für sich. Bis heute bleibt Nivea dieser Linie treu.

 

Troplowitz aber war noch weit mehr als ein Markenpionier und gerissener Unternehmer seiner Zeit. Er führte in sein Unternehmen soziale Errungenschaften, wie bezahlten Urlaub und ein kostenloses Mittagessen, das es übrigens bei Beiersdorf bis heute gibt, ein. Als sozialer Wohltäter unterstützte er Krankenhäuser und baute den Hamburger Stadtpark aus. Und er war Kunstsammler, der über 200 Originale der jungen Impressionisten sein eigen nennen konnte. Darunter waren Bilder von Renoir, Sisley und Liebermann, die in der Ausstellung in den Hamburger Kunsthallen bis Ende April zu sehen sind. Als erster Deutsche erwarb er einen Picasso.

 

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Oscar Troplowitz wurde nur 55 Jahre alt. Und trotzdem verdanken wir ihm den Tesafilm, das schon 1896 auf den deutschen Markt kam. Zu Beiersdorf gehören auch die wunderbaren Cremes von Eucerin, LaPrairie, das Deodorant 8×4 und Labello, dessen Hülse Troplowitz schon 1909 entwickelte.

 

Die Carmexstory

Eine ähnliche Erfolgsgeschichte hat übrigens die amerikanische Kultmarke Carmex, die jahrelang von Models und Stars als Geheimtipp gehandelt wurde. Seit 75 Jahren geht die Lippenpflege nun über den Ladentisch, und ihre Rezeptur ist unschlagbar. Kampfer und Menthol kühlen und stärken die Lippen, Heilpflanzen verhelfen den Lippen zu ihrer Balance. Das knallgelbe Design spricht eine eigene starke Sprache und macht die Lippenpflege zu einem Produkt mit Wiedererkennungswert. In Deutschland gibt es derzeit aber nur das klassische Carmex im Handel.

 

———————– VERLOSUNG ———————–

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2 Gewinne satt!

Wer aber Lust auf Granatapfel, Kirsche & Co hat, der kommentiert einfach und gewinnt eines von unseren beiden exklusiven Carmex-Sets! Passend dazu gibt es für Wellnessoase, Schlafzimmer oder Wohnbereich jeweils ein wunderbares Posterlounge – Bild als Canvas Print à 100x70cm oder 90x60cm zu gewinnen.

Einfach bis 14. Februar 2013, 12.00Uhr einen Kommentar hinterlassen und gewinnen! So wird auch gleich der Valentinstag noch süßer…

 

Ausstellungstipp:

„Ein Leben lang Hamburg – Oscar Troplowitz“
Hamburger Kunsthalle
bis 30. Juni 2013

www.hamburger-kunsthalle.de

Ein Gedanke zu “Design als Erfolgsfaktor: Kunst aus dem Hause NIVEA & ein GEWINNSPIEL!

  1. …wieder einmal ein sehr interessanter Exkurs …herzlichen Dank an das Team von Daily Art Design.
    Geschichte der Kosmetik, Produktdesign, meine geliebten Impressionisten, Labello-Verpackung Anfang des 20. Jahrhunderts, Deodorant 8×4 – die ganze Bandbreite…

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende

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