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Die Wiener feiern Klimt

© Greg Elms

Wien ist immer eine Reise wert. Erst recht dieses Jahr! Nein, nicht nur wegen der charmanten Kaffeehäuser, Fiaker (Achtung, Touristenfalle!), verwunschenen Schlössern und alten Gassen – 2012 ist das Klimt-Jubiläumsjahr! Am 14. Juli wäre Gustav Klimt 150 Jahre alt geworden. Für die Wiener ein gebürtiger Grund zu feiern, mit Sonderausstellungen, Vergünstigungen und natürlich auch Geschenken.

Ganz Wien ist voll mit Klimt. Seine Ringstraßenzeit spiegelt sich in den Ringstraßenbauten, die er mit dekorierte. Er gestaltete die Stiegenhäuser des Burgtheaters und Kunsthistorischen Museums. Sein weiteres Schaffen bis hin zur Phase der Abstraktion wurde begleitet von Oskar Kokoschka und Egon Schiele, die stark von Klimt beeinflusst wurden.

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Klimts Protest gegen den überholten Kunstbegriff ist noch heute in voller Pracht zu bewundern – in der Wiener Secession, eine von Klimt gegründete Künstlerbewegung, die sich im Secessionshaus traf. Dort steht noch heute die massive Bilderzyklus des Beethovenfries. Mit dem Architekten Josef Hoffmann schuf Klimt auch das Palais Stoclet in Brüssel.

 

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Im Stiegenhaus und auch im Burgtheater sind viele von Klimts Werken ausgestellt, und in der Feldmühlgasse im 13. Bezirk, wo er in seinem Atelier werkelte, wird derzeit eine Gedenkstätte eingerichtet.

Doch am beeindruckendsten sind derzeit die unzähligen Sonderausstellungen, die sich durch die ganze Stadt streuen. Im Unteren Belvedere wird die weltgrößte Sammlung Klimts Werken gezeigt und diese in den Zusammenhang des gemeinsamen Schaffens mit Josef Hoffmann gestellt. Sogar der Raum, wo das allererste Mal der Beethovenfries gezeigt wurde, ist dafür nachgebaut worden. Auch Klimts letztes Atelier wurde mit Originalmöbeln nachgebaut – für jeden Klimt-Liebhaber ein echtes Muss, findet DailyArtDesign.

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Im Kunsthistorischen Museum, im Leoopoldmuseum, auch in der Albertina und selbstverständlich im Secessionshaus sind ganz verschiedene Ausstellungen zu bewundern. Wir finden besonders die im Leopoldmuseum reizvoll, die die private Seite des Künstlers und den Nachlass Emilie Flöges zeigt, auch Briefe, Karten, Fotos des Liebespaares.

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Klimts Zeichnungen und Aktstudien sind in der Albertina vertreten. Die faszinierenden Effekte, die Klimt mit einfachen technischen Mitteln wie seiner Kreide oder Goldfarben schuf, stehen genauso dort im Mittelpunkt wie ein Einblick in das geistige Universum des Künstlers, der zu Lebzeiten nie über seine Kunst sprach.

Um den Beethovenfries gänzlich betrachten zu können, wurde von Gerwald Rockenschaub eine Plattform installiert. In der zugehörigen Ausstellung wird deutlich, weshalb die Erotik und Drastik Klimts damals heftige Kritik auslöste.

 

 

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Wir könnten die Aufzählung der Wiener Ausstellungsschmankerl hier noch bis ins Unendliche fortführen, wollen aber lieber die angesprochenen Vergünstigungen und Geschenke erwähnen:  10 Museen haben sich zu einer Klimt-Kooperation für dieses Jahr zusammengeschlossen und bieten den Klimt-Pass an. Jeweils einen Euro Ermäßigung in alle der Ausstellungen erhält man und als großes Plus ein Geschenk, hat man 10 Stempel gesammelt, also 10 Ausstellungen besucht. Ab dem fünften Stempel kann man auch an einem Gewinnspiel teilnehmen.

 

 

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Deshalb, Augen auf in Design und Mode dieses Jahr und auf nach Wien! Unseren Glückwunsch, lieber Gustav Klimt!

 

 

 

 

 

Claudia Böttcher, Verena Methner gefällt dieser Artikel

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