Arno Funke via posterlounge.de

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Farbe & Substanz: Ausstellung des Satirekünstlers Arno Funke bei der Lachmesse in Leipzig

Zum 23. Mal startet sie bereits am Ende dieser Woche wieder in Leipzig, die Leipziger Lachmesse. Elf Tage werden 148 Künstler aus sieben Ländern gut 100 Veranstaltungen der gepflegten Satire wuppen, und Leipzig ist mittendrin. Schwerpunkt der Lachmesse ist wie jedes Jahr das politisch-satirische Kabarett, das dieses Jahr unter dem Motto „Back to the roots“ steht. Zum allerersten mal sind dieses Jahr auch Größen aus dem Comedy-Bereich dabei, wie Hans Joachim Heist, alias Gernot Hassknecht aus der ZDF „heute show” und Manuel Andrack, der jahrelange Sidekick von Harald Schmidt. Als einer der Höhepunkte wird das Gastspiel vom Wilfried Schmicker erwartet, der als einer der besten und schärfsten satirischen Zungen Deutschlands gilt. Sein Programm „Ich weiß es doch auch nicht“ wird am 24.Oktober Im Leipziger Schauspielhaus zu sehen sein.

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Leipzig hat also in den kommenden Tagen einiges zu lachen, was auch am Kunst- oder Illustrationsbereich keinen Halt macht. Den Auftakt dazu bildet die Ausstellungseröffnung des EULE-Hausmalers Arno Funke. Das Kabaretttheater Sanftwut richtet im Rahmen dessen einen Eulenspiegel-Tag aus, an dem Eulenspiegel-Autoren lesen und Funkes bekannte  Illustrationen und satirische Titelseiten des Magazins ausgestellt werden. Seit 1999 ist Funke als Illustrator und Karikaturist für das Blatt tätig und dafür weit bekannt und beliebt, da er es versteht, die böse satirische Zunge auf Papier zu übertragen. Funke, der schon in Satireshows, wie „Erbrechen lohnt sich nicht“ und „Steckenpferde“ auftrat, war sogar dieses Jahr im Dschungelcamp vertreten.

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Arno Funkes Satirebilder zeichnen seine Spitzfindigkeit und die unverkennbare Handschrift des Satire-Künstlers aus. Er wurde übrigens 1950 geboren, brach seine Lehre als Fotograf ab, lernte dafür den Beruf des Schilder- und Lichtreklameherstellers und arbeitete in verschiedenen Bereichen, auch als DJ und Verkaufsfahrer für Getränkefirmen. Schon in den Achtzigern und Neunzigern war er als Freiberufler als Kunstmaler und Fotograf tätig und verzierte auch Autos mit Kunstlackierungen. Durch seine Erpressung des KaDeWe und des Karstadt-Konzerns geriet er Mitte der Neunziger in die Schlagzeilen und in Haft, wo er sich durch künstlerische Zeichnungen eine berufliche Perspektive aufzubauen versuchte. Dies setzte er danach erfolgreich fort – seitdem macht er sich als EULE-Hausmaler einen Namen. Besonders seine Cover für das Magazin Eulenspiegel haben es in sich, prägnant und auf den Punkt setzen sie sich mit der politischen Landschaft Deutschlands auseinander.

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Unter dem Motto „Lach doch mal“ lassen sich übrigens viele Illustrationen finden, die uns nicht nur durch die Lachmesse sondern auch durch den tristen Herbst begleiten. Deshalb einfach mal browsen und die graue Decke da draußen vergessen…

Janosch via posterlounge.de

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23. Lachmesse
17. – 27. Oktober 2013

Ausstellung des EULE-Malers Arno Funke im Kabarettheather Sanftwut , Leipzig
ab 18. Oktober 2013 mit Vernissage und Lesungen

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