Ingela P Arrhenius

© Ingela P Arrhenius

Sonntagsfundstück: Skandinavisches Design von Ingela P Arrhenius

Dass Skandinavien immer eine Reise wert ist, hatten wir bereits festgestellt. Was aber macht skandinavisches Design eigentlich aus? Gut, der Möbelschwede ist ein Kapitel für sich, und irgendwie lieben wir ihn alle, denn das Prinzip Form follows Function wird dort immer wieder grandios umgesetzt. Die meisten Stücke sind zudem mehr als erschwinglich, was will man also mehr!
‚Philosophisch‘ gefragt: Was macht den Cupcake zum Cupcake. Das Icing. – Doch wie wird Design erkennbar skandinavisch?

Fakt ist, dass die Liebhaber skandinavischen Wohnens die Wesenszüge des selbigen klar erkennen, ohne vorher zu wissen, dass ein Skandinavier hinter dem Entwurf steckt. Es ist schwer zu philosophieren, woran dies liegt, aber für uns ist die Klarheit, die Simplizität ein wesentliches Merkmal. Und es gibt bestimmte Muster, bestimmte Farben, die einfach als skandinavisch herausstechen. Und jedes Mal fängt das Herz dabei an zu tanzen. Lebens- und Designfreude in einem und ‚on the rocks’.

© ingela p arrhenius

 

Genauso ging es uns, als wir einige der Arbeiten der Schwedin Ingela P Arrhenius entdeckten. Ihre absolut und – im wörtlichen Sinne – liebenswerten Illustrationen strahlen ohne Umschweife die blanke Freude am Leben aus. Und sie haben Charme, das gewisse Etwas kombiniert mit einem gehörigen Quäntchen Humor.  Wunderbar!

 

© ingela p arrhenius

 

© Ingela P Arrhenius

Arrhenius’ Arbeiten leuchten in den verschiedensten satten Farben, sind einfach und im naiven Stil gehalten. Sie lehnt sich selbst an den Retrostil der 50iger und 60iger Jahre an – ganz unser Thema also, Retro ist und bleibt einfach zeitlos und dazu schick. Durch all ihre Entwürfe ziehen sich Tiermotive, die aus Kinderbüchern lebendig geworden zu sein scheinen.
Eule, Tiger, Hund und Miezekatze werden durch ihre Hand zu allerliebsten Geschöpfen, die sogar auf Reisen gehen. Sie wandeln verliebt durch Paris und düsen per Motorrad durch Stockholm. Aber nicht nur als Wandbilder sind ihre Kreationen zu haben.

Ein völlig verzücktes „Aaah“ purzelte aus uns heraus, als wir die Melanin Teller für Kinder mit den Entwürfen der Illustratorin entdeckten und uns der Fuchs persönlich darauf anlächelte. Und ganz wundersam sind auch die Matroschkas, die wohl von Jung und Alt in Gebrauch genommen werden können.

 

© ingela p arrhenius

 

Ingela P Arrhenius’ Designs sprudeln nur so vor Lebendigkeit. Selbst für Kosmetik aus dem High End Bereich wird die Künstlerin gebucht, die neben Tellern und Matroschkas sonst noch Kinderkleidung, Karten und Bilder illustriert. Und auch ihre Entwürfe für die Kosmetikbranche sind eben wie das Salz in einer Suppe oder der Spatel in der Cremedose – denn wieso würde sonst das kleine Meerestierchen unter Wasser einen Schirm in Form eines Unterwasserpilzes brauchen, um nicht nass zu werden? Eben.

 

© ingela p arrhenius / biotherm

 

© arrhenius via sonolio.co.kr

Inspirationen erhält die Künstlerin durch die Natur, die wohl jeder Schwede im Blut hat, so erzählt sie es in ihrem Blog. Es macht sie glücklich als Feedback zu hören, wie glücklich sie wiederrum andere mit ihrer Kunst macht. Eine simple und scheinbar wirksame Motivation.

Interessant ist sicherlich, dass ihre meisten Fans in Holland zu finden sind, auch Südkorea zählt zu dem Kreis, wo sie am gefragtesten ist. Schon merkwürdig, wenn man bedenkt, wie unterschiedlich die drei Kulturkreise sind und trotzdem das gleiche ästhetische Empfinden teilen.
Seltsam und grandios zu gleich – Kunst verbindet eben.

 

 

Maria Di Martino gefällt dieser Artikel

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