Judith Loske via posterlounge.de

© Judith Loske via posterlounge.de

Zauberhaft – Judith Loskes Illustrationen

Was macht eine gute Illustration aus? Darüber gibt es sicherlich tausende Theorien, Meinungen und bestimmt auch zig Fachartikel. Auch bei DailyArtDesign wurde schon darüber diskutiert. Graphisch ausgereift und dabei einzigartig, nicht von der Stange und individuell soll sie sein, die Illustration. Vielleicht ist es auch wie in der Musik, wo die Stimme einen Wiedererkennungswert haben muss, um erfolgreich zu sein – ein Stil muss sich wie ein roter Faden durchziehen, ohne aber immer gleich zu sein.

Irgendwie waren wir uns hier schnell einig – wenn eine Illustration dein Herz berührt, wenn Du Dich darüber oder sogar mit den Protagonisten des Bildes freust, mit ihnen leidest oder sie umarmen möchtest, weil sie so liebevoll gestaltet sind, dann ist eine Illustration gut.

Genauso geht es mir immer, wenn ich die Bilder von Judith Loske anschaue.

Die studierte Illustratorin hat ihr Handwerk von der Pieke auf gelernt und hat eine grandiose Art, ihr Können und ihre Ideen zusammenzubringen. Von der in Herne lebenden Künstlerin stammen die Illustrationen der verschiedensten Kinderbücher.

minedition via judith-loske.de

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© minedition via judith-loske.de

Auch das bekannte und von der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zum Bilderbuch des Monats Oktober 2011 gekürte „Sadokos Kraniche“ stammt aus ihrer illustratorischen und sogar lyrischen Feder. Und das Buch ist etwas so Besonderes. Die kranke Sadoko beginnt nämlich, 100 Papierkraniche zu falten, in der Hoffnung, wieder gesund zu werden – die Geschichte eines japanischen Mädchens aus Hiroshima um Krankheit, Tod und die Hoffnung. Wunderschön.

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Judith Loskes Bilder entstehen übrigens zuerst ganz klassisch auf Papier, was bemerkenswert ist, da viele Graphiker gleich am Computer zeichnen. Doch die Illustratorin verwendet ganz „old school“ Bleistift, Buntstift und Aquarellfarbe. Erst danach werden die Motive eingescannt und bearbeitet. Und dann entstehen jene kleinen Geschichten, die ihre Bilder erzählen. Anschließend werden die einzelnen Figuren angeordnet, bis sie mit dem Motiv zufrieden ist. So hält die dicke Katze den Schirm für die klitzekleine Maus, die Maus gibt der behüteten Katze ein Geschenk oder liegt nach der Feier platt aber mit Kugelbauch an einem Cupcake gelehnt und hält sich den dick gefressenen Bauch. Ja, sie jammert vor sich hin- man kann sie förmlich hören, die Kekse waren einfach zu lecker.

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Wunderbar charmant sind die Familien-Porträts der Illustratorin. Ich muss schmunzeln, schaue ich mir die wie Familienfotos fast schon karikaturenhaft anmutenden Zeichnungen an. Die Charaktereigenheiten sind ganz prägnant verarbeitet worden, und das Bild versprüht jeweils Charme und Witz in einem.

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Judith Loskes Illustrationen haben alles, was für uns eine gute Illustration ausmacht, sie berühren uns mit ihren Geschichten, Motiven und ihrer Eigenart. Und das Beste ist – es gibt sie als Tassendekor, Wallpaper, in Zeitschriften wie der Geo Mini und als Poster oder Leinwandbilder nicht nur für`s Kinderzimmer.

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