Andrea Fettweis via Posterlounge.de

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DailyArtDesign INTERVIEW mit Andrea Fettweis – Künstlerin

DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

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AF: Gemalt habe ich schon, seitdem ich einen Pinsel halten kann. Als Jugendliche begann ich, Bilder auch mit der Kamera festzuhalten – dabei ist es seitdem geblieben. Damals noch analog und ohne anschließende Bildbearbeitung. In der Malerei versuchte ich mich in mehreren Techniken, mein Schwerpunkt lag auf der Ölmalerei. Später entdeckte ich die Aquarellmalerei und ärgerte mich immer wieder über misslungene Werke. Aquarellmalerei ist die schwerste Technik von allen, da hier wenig korrigiert werden kann. Erst als ich Mitte vierzig war, belegte ich mehrere Kurse, von denen ich unglaublich profitierte. Ab und zu male ich auch in Acryl, habe aber hier noch nicht die Ausdrucksweise gefunden, die mir gefällt. Den Fotoapparat habe ich in meiner Freizeit fast immer bei mir, da ich jedes Mal etwas finde, was sich festzuhalten lohnt.

 

DAD: Wann hast du deine Karriere als Künstlerin gestartet?

AF: 2008 entdeckte ich im Internet verschiedene Galerien, in denen ich meine Bilder ausstellen konnte. Seitdem versuche ich auf verschiedenen Wegen, meine Bilder zu präsentieren. Da ich nicht so sehr viele Bilder über eine Online-Galerie verkaufe, ärgere ich mich über die geringen Tantiemen, die wir als Künstler bekommen. Inzwischen versuche ich, Geschäfte anzusprechen, meine Bilder auszustellen und verkaufe hierbei zu angemessenen Preisen. Dennoch bleibt das Internet meine Hauptverkaufsmöglichkeit. Bei manchen Galerien kann man ja inzwischen seinen Verdienst selbst festlegen.

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DAD: Hast du einen Lieblingskünstler und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

AF: Alle Künstler inspirieren mich auf die eine oder andere Weise. Von jedem Profi oder Hobbykünstler kann ich interessante Ideen mitnehmen und für meine eigene Arbeit verwerten. Am meisten inspiriert mich allerdings die Natur!

 

 

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DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

AF: Bei der Fotografie ist die Motivsuche einfach: Man muss nur die Augen öffnen (lacht). Das klingt banal und viele Menschen sehen interessante Motive oder Details gar nicht. Wenn man sich eine Weile mit dem Fotografieren oder Malen beschäftigt, sieht man immer mehr spannende Motive. Das kann eine grandiose Aussicht auf eine Landschaft sein, aber auch eine kleine Feder auf trockenem Herbstlaub. Für meine Aquarelle nehme ich meistens meine Fotos als Vorlagen. Das heißt allerdings nicht, dass ich sie 1:1 abmale. Das funktioniert nicht. Ich versuche, das Thema des Motivs zu begreifen und in Wasserfarben darzustellen. Manchmal ist es auch nur eine Stimmung, die ich wiedergeben möchte.

 

 

DAD: Welche Materialien, Medien und Software benutzt du für deine Kreationen?

AF: Für die Malerei verwende ich Schmincke Aquarellfarben, Aquarellpapier oder -karton mit mindestens 200 g/qm oder eine präparierte Leinwand. Außerdem einen sehr guten Pinsel aus Rotmarderhaar, Schwämme, Tücher, Salz für Effekte und Firnis. Zum Fotografieren steht mir eine Canon 60 D Spiegelreflexkamera zur Verfügung. Die Fotos nehme ich im RAW-Format auf, damit ich sie mit Adobe Photoshop Elements 9 besser bearbeiten kann. Für einige Bearbeitungen verwende ich Corel Paint Shop Pro Photo X2 und zum Verkleinern den Image Optimizer.

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DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei ihren Betrachtern?

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AF: In der Aquarellmalerei versuche ich, etwas abstrakter zu malen. Außerdem sind mir hier kräftige Farben wichtig. Ich denke, dass dies auch die Betrachter anspricht. Zu blasse Farben finde ich langweilig. In der Fotografie geht es mir ebenso: Ich liebe starke Farben und Kontraste. So sind Gegenlichtaufnahmen sehr häufig in meinem Repertoire zu finden. Außerdem fokussiere ich gern auf Details und mache deshalb viele Nah- und Makroaufnahmen, die sehr beliebt sind.

 

DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

AF: In der Malerei ist es für mich immer wieder eine Herausforderung, etwas so abstrakt wie möglich darzustellen, sodass man es aber dennoch erkennt. Insofern sind Bilder mit vielen Details meine Lieblingsprojekte, weil sie schwer abstrakt zu malen sind. In der Fotografie sind es Makroaufnahmen, die mich sehr reizen, weil sie schwer zu machen sind. In beiden Bereichen sind es also die anspruchsvollen Projekte, die mich am meisten reizen.

 

DAD:  Woran arbeitest du gerade bzw. womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?

AF: In der Aquarellmalerei versuche ich mich gerade an Porträts und an üppigen Motiven, die ich auf größeren Leinwänden darstellen möchte. Mit dem Fotoapparat möchte ich in der nächsten Zeit mehr Stillleben festhalten und eventuell mit Texturen bearbeiten.

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DAD: Was hält dich bei der Arbeit an der Leinwand bzw. hinter der Kamera wach?

AF: Ein interessantes Motiv, das sich gut bearbeiten lässt.

 

DAD: Hast du als erfahrener Künstlerin und Fotograin ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

AF: Wer die Aquarellmalerei lernen möchte, sollte auf jeden Fall einen Kurs besuchen, weil die Technik wirklich nicht einfach ist. Wenn man es gezeigt bekommt, findet man leichter einen erfolgreichen Einstieg, sodass man auch die Lust behält, weiterzumachen. Das Gleiche gilt eigentlich auch für die Fotografie. Man sollte sich zumindest von einem erfahrenen Fotografen den Umgang mit der Kamera und mit einem Bearbeitungsprogramm zeigen lassen. Ohne technische Grundlagen kommt man selten zu guten und befriedigenden Ergebnissen.

 

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview!
Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

 

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Tanja Riedel gefällt dieser Artikel

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