Daniel Kiessler

© Daniel Kiessler

DailyArtDesign INTERVIEW mit Daniel Kiessler – Illustrator

DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?
DK:
Hi, gezeichnet habe ich eigentlich schon immer. Es gibt keine Zeit in meinem Leben in der ich nicht mehr oder weniger intensiv Stifte in der Hand gehalten habe… als Kind, mit meinen Eltern im Restaurant, konnte ich problemlos diverse Papiertischdecken verzieren, in der Grundschule die Arbeitshefte, Bücher und auch Tische und dann natürlich weiter zu Hause und schließlich in meinem Kunststudium.

DAD: Wann hast du deine Karriere als Illustrator gestartet?
DK: Meine Karriere habe ich nach dem Abitur gestartet. Ich war diverse Male in Amerika, weil mich der amerikanische Comic- Markt schon immer fasziniert hat, besuchte dort mehrere Studios, schickte Submissions raus und bewarb mich so bei diversen Verlagen. Zeitgleich gründete ich mit meinem besten Freund Thomas Schukalla unsere kleine Agentur „Nightfall Studios“ in Düsseldorf, über die wir unsere eigene Indie- Comic- Serie „Intravenös -Dead New World“ veröffentlichten. Parallel dazu arbeitete ich als Freelancer (Inker) für einige Role Playing Games, kreierte Skateboard Designs, Poster und Cover- Designs für die Comic Serien Tomb Raider, The Darkness und Witchblade und arbeitete als interior inker u.a. für Chaos! Comics (USA). Nach mehreren Jahren in diesen Bereichen inspirierte mich die Pin Up Kunst immer mehr und ich widmete schließlich mein gesamtes künstlerisches Schaffen der Erotic Fine Art.

DAD: Hast du einen Lieblingskünstler und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?
DK:
Bei meinen fotorealistischen Bildern inspirieren mich u.a. Gottfried Helnwein, Robert Longo und Peter Handel.

DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?
DK:
Meistens aus dem Internet, aus Magazinen und Foto- Büchern.

DAD: Welche Materialien / Medien / Software benutzt du für deine Kreationen?
DK:
Fast ausschließlich die traditionellen Medien wie Bleistift und Papier. Ich arbeite bei der Erstellung meiner Bilder nie mit Photoshop oder anderen digitalen Hilfsmitteln wie Grafik- Tablets etc. Alles ist handgemacht und für mich somit künstlerisch viel intensiver und weniger steril, sowohl beim Herstellungsprozess als auch beim Betrachten des fertigen Bildes, wenn es gerahmt an der Wand hängt.

DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei seinen Betrachtern?
DK:
Die meisten meiner Bilder sind sind foto- realistisch. Es ist mein Bestreben gewesen immer ein Höchstmaß an Detailgenauigkeit zu erreichen und das in der Umwandlung von Farbfotos in Schwarz- Weiß Zeichnerei in meinen Werken. Dies und die subtile Erotik, die meine Bilder von den eher stereotypen Pin Ups abgrenzt, soll das Interesse des Betrachters wecken.

© Daniel Kiessler

DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?
DK:
Ich denke mein erstes Artbook war mein Lieblingsprojekt. Es war die längste und intensivste Arbeit bis heute. Am Ende entstand ein Konzeptbuch mit den unterschiedlichsten Serien, die ich abgearbeitet hatte; ich konnte mit den verschiedensten Fotografen und Modellen zusammenarbeiten, was mich sehr inspiriert und mein künstlerisches Schaffen geprägt hat.

DAD: Woran arbeitest du gerade / womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?
DK:
Mein zweites Artbook ist gerade auf den Markt gekommen, dieses Mal auch mit 30 digital- kolorierten Werken, die in Zusammenarbeit mit einem Künstler aus Spanien entstanden sind. In Zukunft werde ich mich eher wieder mehr der Grafik zuwenden und neue Wege gehen. Ich gründe dafür gerade ein kleines Mode- Label, um in Zukunft T- Shirts zu produzieren; ein lang gehegter Traum, den ich nun endlich umsetzen werde. Das Feld des Fotorealismus habe ich bis jetzt sehr gut ausgeschöpft und es wird Zeit etwas Neues auszuprobieren. Ich werde Fotografie und Grafik verbinden aber das Ganze wird sich auch weiterhin im erotischen Sujet bewegen.

© Daniel Kiessler

DAD: Was hält dich bei der Arbeit mit Papier und Stiften wach?
DK:
(lacht) Kaffee oder Red Bull oder Rotwein?? Nur nicht zu viel von allem, damit die Hand ruhig bleibt…

DAD: Hast du als erfahrener Illustrator ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?
DK:
Egal was man macht, man sollte es aus vollster Überzeugung tun und ein klares Ziel vor Augen haben.

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview! Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

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