Franziskus Pfleghardt

© Franziskus Pfleghardt

DailyArtDesign INTERVIEW mit Franziskus Pfleghart – Digital Art Künstler

 

DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

FP: Es ist für mich schwierig etwas über die eigene Person zu erzählen. Mein künstlerischer Werdegang verlief sehr wechselhaft. Als Autodidakt habe ich nichts in Richtung künstlerischem Studium oder Ausbildung vorzuweisen. Ist auch, denke ich, nicht relevant. Sind doch die Werke die entscheidende Referenz eines jeden Künstlers. Seit ca. 10 Jahren bin ich aber kontinuierlich am Arbeiten und auch öffentlich präsent.

 

DAD: Wann hast du deine Karriere als Künstler der Digital Art gestartet?

FP: Meine „digitale Karriere“ begann vor ca. 3 Jahren. Vorher habe ich jahrelang mit Acrylfarbe auf verschiedenen Untergründen gearbeitet. Durch Zufall sah ich im Internet digital erstellte Kunstwerke die meine Neugier weckten. Diese Form des künstlerischen Arbeitens hat mich begeistert und mir eine Möglichkeit eröffnet meiner Kreativität neuen Raum zu geben. Wo die konventionelle Kunst an Grenzen stößt beginnt in der digitalen Kunst die „Freiheit“.

 

DAD: Hast du einen Lieblingskünstler und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

FP: Nein, ich kann mich da nicht auf eine Person festlegen, gibt es doch viele auch relativ unbekannte Künstler deren Arbeiten mich faszinieren. Für mich sind die Arbeiten entscheidend. Der Künstler selbst steht da eher hinten an. Obwohl mir besonders die Bescheidenheit Gerhard Richters imponiert.

 

DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

FP: Meist entstehen meine Werke ohne konkrete Vorstellungen. Im Schaffensprozess selbst befinde ich mich in einem Zustand, der nur schwer in Worte zu fassen ist. Manchmal merke ich in meinem intensiven Tun gar nicht wie schnell die Zeit vergangen ist. Diese Phasen sind so durchdringend und fesselnd, dass ich ungern diese kreativen Schübe mit Pausen unterbreche. Auch aus Angst den „Faden zu verlieren“.

 

DAD: Welche Medien / Software benutzt du für deine Kreationen?

FP: Corel PaintShop Pro X4. Ein günstiges aber auch vielseitiges Fotobearbeitungsprogramm. Mein Konzept ist aus einer leeren Datei ein Kunstwerk zu erarbeiten, das ohne oder nur minimal mit Fremdmaterial (Fotografien und Texturen) entstanden ist. Viele Künstler machen es sich da oft zu einfach und überlassen viele Entstehungs- und Kreativprozesse der Software eines Computers. Auf welchem Material und mit welchem Druckverfahren das Werk festgehalten wird, ist vom Motiv und dessen Charakter abhängig.

 

DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei seinen Betrachtern?

FP: Da gibt es bestimmt kompetentere Menschen die meinen Stil einzuordnen wissen. Was meine Werke beim Betrachter auslösen ist oft sehr unterschiedlich. Auf meiner Internetseite habe ich zwei drei Texte von Künstlern und Kunstkennern eingestellt, die dort zu meinen Arbeiten Stellung nehmen.

 

© Franziskus Pfleghardt

DAD: Woran arbeitest du gerade / womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?

FP: Momentan bereite ich eine große Ausstellung in Hildesheim vor. Im Medicinum Hildesheim wird ab dem 18. März eine halbjährige Ausstellung von ca. 30 teilweise großformatigen Werken zu besichtigen sein. Was die Zukunft betrifft kann ich nur spekulieren und zu was für Ergebnissen das führt sieht man ja an der Börse. (lacht)

 

DAD: Was hält dich bei der Arbeit im Grafikprogramm wach?

FP: Ist damit gemeint aus welcher Intention heraus ich meine Kunst mache? Als gläubiger Christ und gesellschaftskritischer Mensch möchte ich in einer anderen vielleicht neuen Art die Betrachter dahingehend provozieren, sich Gedanken, wie man so schön sagt, über Gott und die Welt zu machen. In unserer digitalisierten Welt ist Rationalität und Individualismus mehr denn je Trend. Durch die Botschaften meiner Arbeiten versuche ich durch das „sichtbar gemachte“ die „Augenzeugen“ wegzuziehen von der Realität hinein in mystisch-technische, surreale und fantastische Welten.

 

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DAD: Hast du als erfahrener Künstler ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

FP: Viel Geduld und Ausdauer ist gefragt. Und auch seinen Stil finden und den eigenen Weg konsequent gehen. Um des Kommerzes willen opferte so manch begabter Künstler sein Talent und seine Einmaligkeit. Heutzutage ist das Künstlerbrot sehr schwer zu kauen. Das Internet bietet zwar die Möglichkeit einer weltweiten Präsenz, aber dadurch ist auch vieles undurchschaubarer geworden und die Konkurrenz um ein vielfaches gestiegen. Ebenfalls sollte sich in der heutigen Zeit der Künstler mehr um seine Vermarktung kümmern. Im Internet hat sich ein knallharter Konkurrenzkampf entwickelt, der nicht selten mit unfairen Mitteln betrieben wird.

 

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview! Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

FP: Danke für diese Möglichkeit, mich und meine Arbeiten hier vorstellen zu können.

 

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6 Gedanken zu “DailyArtDesign INTERVIEW mit Franziskus Pfleghart – Digital Art Künstler

  1. Schönes Interview. Sehr beeindruckende Kunstwerke. Ich wünsche viel Erfolg und wieterhin vile kreative Ideen.

    Grüße Mira

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