Hadyphoto via posterlounge.de

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DailyArtDesign Interview mit Hady Khandani alias Hadyphoto – Fotograf

DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

HK: Ich habe mit 10 Jahren angefangen zu fotografieren. Mal mehr – mal weniger. 1991 habe ich Abi gemacht und mir dann nach Zivildienst und ein wenig Studium meinen Berufstraum erfüllt: Verkehrspilot. Derzeit fliege ich Airbus A330 und A340 auf der Langstrecke.

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Das Fotografieren hat mich stets begleitet. Doch erst seit ca. 2004 setze ich meine Bilder auch kommerziell ein und betreibe meine Seite. Zu meinen Kunden gehören neben einigen Agenturen in Deutschland und der Schweiz auch Verlage, Galerien, Onlineanbieter und viele Privatleute bzw. Firmen, die mit meinen Bilder als hochwertige FineArt Produkte ihre Räume verschönern.

Ich habe mich nicht auf bestimmte Themen spezialisiert. Vielmehr komme ich ja durch meinen Job und durch private Reiselust viel rum und sehe meine Art der Fotografie eher als dokumentarisch an.

Nichtsdestotrotz experimentiere ich natürlich auch und möchte doch einige Themen speziell herausheben: Geo Art, das sind einmalige Luftbilder aus 10000-12000 Metern Höhe, Colorspots, HDR und Panoramaaufnahmen. Daneben sind aber auch alle anderen Themen wie Tiere, Landschaft, Luftfahrt, Menschen, Food oder Technik vertreten.

 

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DAD: Hast du einen Lieblingskünstler und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

HK: Geprägt wurde meine „Bildsprache“ bestimmt dadurch, dass ich als Kind sehr, sehr viel in Magazinen wie GEO und National Geographics gelesen und geschaut habe. Einen Lieblingskünstler im Bereich Fotografie habe ich nicht.

Nach wie vor gehören die Fotografen und Filmer von NAT GEO aber zu denen, die mir am meisten zusagen.

 

DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

HK: Die allermeisten und besten Motive entstehen spontan und „aus dem Bauch“ heraus. In fremden Ländern versuche ich, dort umherzustreifen, wo nicht jeder Ausländer und Tourist zu finden ist.

Ich bleibe unauffällig, soweit das mit so einer großen Kamera geht, lasse die Atmosphäre auf mich wirken, bin offen für die Menschen und sehe was passiert….

Natürlich gibt es auch geplante Ausflüge/ Touren. Doch auch hier lasse ich die Natur auf mich wirken und handele intuitiv.

 

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DAD:  Welche Materialien / Medien / Software benutzt du für deine Kreationen?

HK: Ich bin kein großer Freund der Bildbearbeitung. Natürlich wird aber mal am Kontrast geschraubt, ein Bild geradegedreht oder beschnitten.

Ich möchte meine „normalen“ Bilder aber nicht digital manipulieren – wie gesagt, ich sehe das ganze eher dokumentarisch als künstlerisch.

Anders dort, wo die digitale Zauberei offensichtlich ist: Colorspots und HDR. Da benutze ich die einschlägigen Programme auf dem MAC.

Auch bei den GEO ART Motiven kommt etwas Computer zum Einsatz. Bedingt durch die Flugzeugscheiben und die dicke Luftschicht haben die Bilder, die aus der Kamera kommen eine Art kräftigen Grauschleier. Diesen entferne ich am Computer, so dass die Farben zur Geltung kommen. Es werden jedoch KEINE Farben künstlich hinzugefügt. An dem Verfahren, wie ich den Schleier am besten entferne, ohne mehr in das Bild einzugreifen habe ich einige Zeit getüftelt.

 

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DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei seinen Betrachtern?

HK: Wie vorher schon gesagt, sollen meine Bilder die Wirklichkeit widerspiegeln. Ich habe nicht die Intention, mit meinen Bildern eine großartige Message zu transportieren. Ich möchte, dass die Leute bei meinen Bildern verweilen und sie anschauen. Gut ist, wenn die Menschen förmlich in das Bild hereingezogen werden.

Der berühmte Henri Cartier-Bresson hat einmal gesagt:

„Ein gutes Bild ist ein Bild, welches man länger als 1 Minute anschaut.“

Ziemlich auf den Punkt gebracht, finde ich.

 

DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

HK: Kann man nicht sagen. Ich habe so viele tolle Dinge erlebt, dass es unmöglich ist, ein einzelnes herauszuheben. Generell fasziniert mich die Natur – ob aus 12 Kilometern Höhe oder aus dem „Mittendrin“. Aber auch die Begegnungen mit den Menschen sind immer wieder besonders.

Indien ist z.B. immer wieder toll, weil „fremd“, bunt und voller netter Menschen. Aber auch die Antarktis war etwas ganz Besonderes… Diese Aufzählung kann ich unendlich fortführen.

 

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DAD: Woran arbeitest du gerade, und womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen? 

HK: Weitere GEO ART Bilder, mehr HDR und weiterhin hoffentlich faszinierende Motive aus aller Welt.

 

DAD: Was hält dich bei der Arbeit hinter der Kamera wach?

HK: Meine Neugier

 

DAD: Hast du als erfahrener Fotograf ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

HK: Nicht wirklich: Am besten learning by doing. Viel Ausprobieren hat mich weitergebracht. Es ist nicht die teure Ausrüstung, die das gute Bild macht. In erster Linie ist es das Auge, welches im unscheinbaren das besondere Motiv erkennt.

Das braucht Zeit… Dann braucht man natürlich die sprichwörtliche Portion Glück, um bei gutem Licht zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Und was man vor allem braucht, um ein gutes Foto zu machen: Geduld, Geduld, Geduld…und Leidenschaft.

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview! Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

 

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