Karin Stein via Posterlounge.de

© Karin Stein via Posterlounge.de

DailyArtDesign Interview mit Karin Stein – Künstlerin

DAD:  Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

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KS: Bereits in der Schule war Kunst mein liebstes und auch mein bestes Fach. Leider ging ich beruflich ganz andere Wege und die Kunst hat mich lange Zeit nur als Hobby und Ausgleich begleitet. In den 90ern hat mich ein befreundeter Künstler zu einer Gemeinschaftsausstellung überredet und durch den damaligen Erfolg habe ich viel Selbstvertrauen gewonnen.

 

DAD: Wann hast du deine Karriere als Künstlerin gestartet?

KS: Danach habe  ich angefangen, mich gezielt weiterzubilden, überwiegend mit intensiven Wochenseminaren an einer Akademie. Auch auf Ausstellungen war ich immer mehr vertreten und seit ein paar Jahren bin ich Mitglied in meinem regionalen Kunstverein.

 

DAD: Hast du einen Lieblingskünstler und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

KS: Mich begeistern viele Künstler, seien es die „alten Meister“ des Impressionismus oder bekannte Maler der Neuzeit, man sieht aber auch in Galerien oder auf Ausstellungen immer wieder tolle Werke von unbekannten zeitgenössischen Künstlern.

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DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

KS: Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal sehe ich etwas – zum Beispiel eine Landschaft, einen Gegenstand – was mich fasziniert, manchmal fotografiere ich das dann, um es später in einem Bild umzusetzen. Wenn ich eine intensive Mal- Phase habe – diese wechselt sich oft ab mit einer Fotografie-Phase – dann kommen immer mehr Ideen, am meisten direkt nach dem Aufwachen in der Früh.

 

DAD: Welche Materialien und Medien benutzt du für deine Kreationen?

KS: Bevorzugt male ich in Acryl auf Leinwand, benutze aber auch zusätzliche Materialien, wie Papier, Sand, Strukturpaste, Gold, Silber und vieles mehr. Da ich mittlerweile auch sehr intensiv fotografiere, habe ich auch angefangen, meine gemalten Bilder digital zu verarbeiten und daraus neue digitale Kunstwerke zu erschaffen.

 

DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei ihren Betrachtern?

KS: Früher war mein Malstil eher realistisch, ich hatte auch eine surrealistische Phase. Im Moment bevorzuge ich eine Mischung aus realistisch und abstrakt. Ich sehe mich aber immer noch eher in einer experimentellen Phase und möchte mich gar nicht auf eine bestimmte Stilrichtung festlegen. Aber grundsätzlich kann man sagen, dass sich meine Bilder durch eine starke Farbigkeit auszeichnen.

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DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

KS: Mein Lieblingsprojekt war mein bisher größtes Bild – 1 Meter x 1,70 Meter – und war eine Auftragsarbeit. Es hat mir ganz neue Erfahrungen eingebracht, da ich wegen der Größe und der relativ schnell trocknenden Acryl-Farbe einen für mich bis dahin ganz neuen Malstil anwenden musste. Der Auftraggeber wollte das Bild dann zwar nicht, da es nicht seinen Vorstellungen entsprach, es war aber so impulsiv und farbintensiv, dass es nach 4 Monaten doch verkauft war.

 

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DAD: Woran arbeitest du gerade beziehungsweise womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?

KS: Im Moment bin ich eher in Sachen Fotografie unterwegs, aber in meinem Kopf formen sich bereits mehrere Ideen für eine neue Bilderserie, die aber mehr ins Abstrakte gehen soll.

 

DAD: Was hält dich bei der Arbeit an der Leinwand wach?

KS: Wenn es gelingt, seine Vorstellungen auf der Leinwand umzusetzen oder wenn das Bild eine Eigendynamik entwickelt, dann kann man gar nicht aufhören, das ist Aufputschmittel genug.

 

 

DAD: Hast du als erfahrene Künstlerin ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

Ich habe festgestellt, dass man am meisten Erfolg hat, wenn man sich selbst treu bleibt und nicht produziert, um zu verkaufen oder um einen vermeintlichen Marktgeschmack zu befriedigen.

 

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview! Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

 

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