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DailyArtDesign INTERVIEW mit Manfred Turzer alias Manitu – Airbrush-Künstler

 

DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang? Wann hast du deine Karriere als Künstler gestartet?

MT: Da ich aus einer Malerfamilie komme, kam ich schon von klein auf mit Farben in Berührung. Nach einer Ausbildung zum Autolackierer und einer fünfjährigen Arbeitszeit in einem Werbeatelier wo ich hauptsächlich Beschriftungen und Siebdruck gemacht habe, kam ich 1983 mit der Airbrush-Technik in Berührung. Von da an konnte ich mich endlich künstlerisch so ausdrücken wie ich wollte. 1989 erfolgte der Sprung in die Selbständigkeit. Seitdem erlernte ich weitere Maltechniken und Vergoldungen, so dass meine Palette immer umfangreicher wurde. Heute fertige ich klassische Airbrush-Arbeiten wie Motorrad-Tankbemalungen genauso an wie Wandgemälde oder Illustrationen für CD-Cover, Buchumschläge oder Bemalungen von Möbeln und vielen anderen Objekten. Viele meiner Bilder sind mittlerweile in zwei Büchern erschienen.

 

© Manitu via Posterlounge.de

DAD: Hast du einen Lieblingskünstler?

MT: Mein Lieblingskünstler ist Hans Werner Sahm.

 

DAD: Was inspiriert dich bei der Arbeit und woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

MT: Inspirationen hole ich mir auch aus meinem Innern. In meditativen Momenten oder auch wenn ich in der Natur bin, erhalte ich viele Ideen.

 

DAD: Welche Materialien und Techniken benutzt du für deine Kreationen?

MT: Da meine Bilder ausschließlich Handarbeit sind, lege ich in der Kunst sehr viel Wert auf handwerkliche Fähigkeiten. Ich benutze nur Techniken und Materialien die ich wirklich gut beherrsche. So kommen die Airbrush-Technik, Acrylmalerei, Blattvergoldungen, Wisch- und Kratztechniken und Spachteltechniken bei meinen Bildern zum Einsatz.

 

DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei seinen Betrachtern?

MT: Ich habe zwei verschiedene Stilrichtungen. Zum einen male ich Landschaften, die der Stilrichtung des „Phantastischen Realismus“ zugeordnet werden können. Bei diesen Bildern möchte ich den Betrachter an sogenannte Kraftplätze führen. Das sind Orte, die es teilweise in der Natur gibt, oder die in meiner Phantasie erstanden sind. Diese Kraftplätze sind Orte, an denen sich der Betrachter wohl fühlen und Kraft tanken kann.
In der zweiten Stilrichtung arbeite ich mit einfachen Symbolen die mit Blattgold angefertigt sind und in der Mitte dieser Bilder befindet sich immer ein kraftspendender Edelstein wie ein Achat oder ein Rosenquarz. Diese Bilder wirken beruhigend und haben einen positiven Einfluss auf das Raumklima.

 

© Manitu via Posterlounge.de

DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

MT: Meine Lieblingsprojekte stammen zum einen aus der Airbrush-Malerei. Es war die Bemalung von einem LKW-Führerhaus mit amerikanischen Motiven. Das faszinierende daran war die realistische Umsetzung von allseits bekannten Motiven wie das Monument-Valley, Mount Rushmore oder den Niagarafällen. Und natürlich die beeindruckende Größe der Motive. Zum anderen die Gestaltung eines Messestandes einer bekannten Musikfirma, der komplett mit Blattgold vergoldet und mit alten Symbolen aus der buddhistisch-hinduistischen Tradition bemalt wurde.

 

© Manitu via Posterlounge.de

DAD: Woran arbeitest du gerade und womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?

MT: Im Moment entstehen wieder neue „phantastische Landschaften“. Zudem wird bald wieder ein neu bemalter LKW auf den Straßen Deutschlands und Österreichs zu bestaunen sein.

DAD: Was hält dich bei der Arbeit wach?

MT: Musik von Cafe del mar und die Freude an neuen Projekten.

 

DAD: Hast du als erfahrener Airbrush-Künstler ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

MT: Wichtig so glaube ich, ist das Handwerk von Grund auf zu erlernen. Wer malen möchte, sollte auch malen können und seine Techniken beherrschen. Dazu möchte ich jedem raten, der den Drang spürt sich künstlerisch ausdrücken zu wollen, diesem auch nach zu gehen. Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und daran zu glauben, dass es immer einen Weg gibt, seine Kunst in die Welt zu bringen. Das Geldverdienen sollte erst an zweiter Stelle kommen. Wenn man an sich glaubt und ein gutes künstlerisches Niveau erreicht, dann kommt bestimmt auch der Erfolg dazu.

 

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview! Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

MT: Danke dir auch, dass ich dieses Interview geben durfte.

© Manitu via Posterlounge.de


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