Anna-Maria Ziehr

© Anna-Maria Ziehr

DailyArtDesign INTERVIEW mit Maria-Anna Ziehr – Kunstmalerin

DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

MAZ: Angefangen mit der Malerei habe ich 1984. Es war ein visionäre Führung, ein innerer Ruf dem ich folgte. Ich belegte verschiedene Kurse in Aquarelltechnik, Aktzeichen und Kreativworkshops und machte dann privat mit meiner Ausbildung bei einer sehr bekannten Künstlerin weiter. 1991 fing ich an selber Kurse zu geben – privat und an der VHS. Nach meiner Scheidung 1995 bestritt ich damit einen Teil meines Lebensunterhaltes. Vor ca. zwei Jahren entdeckte ich das neue Medium Internet, um meine Bilder auch als Kunstdrucke zu präsentieren. Meine Kreativität hat sich nun auch in den Bereich der digitalen Bildgestaltung verlagert und seit Oktober 2010 sind meine Gemälde, Fotos und Bilder im Bereich mixed media bei Posterlounge im Programm. Hauptgebiet und Ausgangsmedium ist jedoch immer die Malerei.

DAD: Wann hast du deine Karriere als Kunstmalerin gestartet?

MAZ: Schon bald begann ich mich an Ausstellungen zu beteiligen. 1987 Hatte ich meine erste, eigene Ausstellung – damals in einer Bank – die ein voller Erfolg war!! Fast die Hälfte meiner präsentierten Werke wurden damals verkauft! Über 40 weitere Ausstellungen folgten im Laufe der Jahre. Einen schönen Auftrag hatte ich beim Theater, als ich für das Bühnenstück „Der Zauberer von Oz“ das Bühnenbild und die Farbgestaltung übernahm.

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DAD: Hast du einen Lieblingskünstler und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

MAZ: Anfangs waren es die Impressionisten, wo ich immer etwas hinschielte, ohne mich jedoch daran anzulehnen. Ein Besucher meiner Bilder meinte einmal: „Sie malen fast wie Monet“.  Ich bin fast geplatzt vor Stolz und Freude. Monet ist auch einer meiner Lieblingskünstler. Trotzdem lege ich wert darauf, dass ich meinen eigenen Stil habe. Ich kann gar nicht anders. Ich MUSS mein eigenes Ding machen. Einen fremden Stil nachzuahmen könnte ich gar nicht.

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DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

MAZ: Viele meiner Ideen entstehen in meinem eigenen Inneren. Es ist mein innerer Reichtum, meine innere Welt, die ich male. Ich habe auch gelernt, nach der Natur zu malen. D.h. einen vor mir real stehenden Blumenstrauß zu malen. Früher habe ich auch mal ein Foto zu Hilfe genommen, allerdings wurden die dann ganz anders und in meinen eigenen Stil umgesetzt (das brauchte ich manchmal für Auftragsarbeiten).

DAD: Welche Materialien / Medien / Software benutzt du für deine Kreationen?

MAZ: Für die Malerei eine gute Aquarellausrüstung, dann Leinwände für meine Acrylbilder und zur Bildbearbeitung nehme ich hauptsächlich das Gimp 2 Programm.

DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei seinen Betrachtern?

MAZ: Einerseits ist es ja ein impressionistischer Stil – der Eindruck, das innere Erleben ist dabei wichtig – dann male ich auch abstrakt , etwas wilder und freier – doch stets von Licht durchflutet und harmonisch, positiv und optimistisch. Diese Energie, die sehr hoch schwingend ist, wirkt und strahlt in den Raum und hebt die dortigen Energien an. Das ist der geomantisch, spirituelle Aspekt, der in vielen meiner Bilder mit schwingt. Und natürlich das Thema Musik. Ich was früher Sängerin in verschiedenen Bands und so ist Musik für mich auch etwas, das sich in meinen Bildern wieder findet.

DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

MAZ: Muß mal nachdenken… Jaaa, natürlich: Vor einigen Jahren bot sich mir eine Ausstellung in einer kleinen Galerie in einer Musikschule hier in der Nähe an. Ich nannte die Ausstellung „Lila, Faszination einer Farbe“ und da war ich sogar bei der Ausstellungsgestaltung total kreativ, mit nur einer Farbe und doch vielen Themen. Und dann war da noch die Gemeinschaftsausstellung im Deutschen Museum in München, an die ich mich auch gerne erinnere.

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DAD: Woran arbeitest du gerade / womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?

 MAZ: Momentan mache ich, ganz impulsiv, was mir gerade so einfällt. Ob nun auf dem Papier, der Leinwand oder im Bildbearbeitungsprogramm. In nächster Zeit kommen bestimmt noch einige Werke in eben dieser leichten, impulsiven Malweise. Dann gibt es auch immer wieder mediterrane Motive und im Bereich mixed media entsteht auch Neues. Ich bin oft selber von meinen eigenen Ideen überrascht.

DAD: Was hält dich bei der Arbeit an der Leinwand wach?

MAZ: Immer wieder neues auszuprobieren ohne Perfektionsdrang. Der Spaß an der Sache und das innere Kind leben zu lassen!!

DAD: Hast du als erfahrener Künstler ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

MAZ: Ja: Macht euer eigenes Ding! Man hat zwar heute im Internet unheimlich viele Vergleichsmöglichkeiten und dadurch werden auch viele verunsichert. Doch schaut nicht zu viel auf andere. Gebt eurem eigenen Sein, eurem eigenen Inneren Raum um euch zu entfalten. Gut ist in jedem Fall eine Ausbildung. Gerade auch in der figurativen Darstellung ist es wichtig die Proportionen zu beherrschen. Auch Picasso konnte die Proportionen bevor er sich ins abstrakte entwickelte (ich hab da ein sehr interessantes Video, dass ihn beim Malen zeigt). Was ich damit sagen will: Um wirklich weiter zu kommen, ist ein gutes Handwerkszeug einfach Voraussetzung. Zusammen mit Talent und Mut zur eigenen Kreativität kann das ganze dann wachsen und gedeihen. Und noch was: schätzt das, was aus euch selber kommt. Das kann so erfüllend sein!!

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview! Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

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