Marita Zacharias via Posterlounge.de

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DailyArtDesign INTERVIEW mit Marita Zacharias – Künstlerin

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DAD:  Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

MZ: Ich wohne und lebe in Dillenburg, in Mittelhessen am Fuße des Westerwaldes. Schon als Kind habe ich oft und sehr gern gemalt und da mein Opa Maler war, wurde ich schon früh an die Malerei herangeführt. Im Alter von etwa 10 Jahren stellte ich fest, dass ich eine Begabung für die Portraitmalerei besitze. Mit Vorliebe fertigte ich Portraits von Klassenkameraden und Verwandten an, Zeichnen war natürlich mein Lieblingsfach.

 

 

 

© Marita Zacharias

DAD: Wann hast du deine Karriere als Künstler gestartet?

MZ: Neben meiner hauptberuflichen Ausbildung zur Buchhändlerin fertigte ich kunstgewerbliche Artikel für Firmen an und meldete nach einiger Zeit ein selbständiges Gewerbe an. Ich wurde freischaffende Künstlerin, vertiefte meine Kenntnisse in der Malerei, indem ich an mehreren Seminaren teilnahm und spezialisierte diese schließlich durch Privatunterricht bei einem bekannten flämischen Maler und Bildhauer, der auch heute noch mein persönlicher Mentor ist.

 

 

 

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DAD: Hast du einen Lieblingskünstler und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

MT: Ich habe nicht nur einen Lieblingskünstler. In der Portraitmalerei ist es der florentinische Maler Botticelli und der französische Maler Delacroix. Ich bin aber auch sehr fasziniert von William Turner, dem englischen Landschaftsmaler, ein wahrer Meister des Lichts. In der erotischen Malerei ließ ich mich oft von dem Impressionisten Renoir und Boris Vallejo, dem bekannten Fantasiemaler der Gegenwart inspirieren.

 

DAD:  Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

MZ: Es sind oft Augenblicke, die ich einfange und später zeichnerisch in meinen figürlichen Bildern umsetze. Sehr inspirierend sind auch meine Fernreisen. Als Maler entdeckt man immer mehr, dass Spiritualität und Kunst untrennbar miteinander verbunden sind und das spiegelt sich nun in meinen neueren Bildwerken wieder, die auch mythologische Themen aufgreifen. Die wichtigste Grundlage meiner Vorstellungskraft ist die Entspannung. Nur so kommen die richtig kreativen Ideen.

 

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DAD: Welche Materialien benutzt du für deine Kreationen?

MZ: Meine Materialien bzw. Maltechniken sind ziemlich vielseitig. Ich male in Öl, Acryl, Aquarell, Pastell und fertige auch Bleistiftzeichnungen an. Mein liebstes Malmedium ist die Ölfarbe und die Pastellmaltechnik.

 

DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei seinen Betrachtern?

MZ: Ich bevorzuge die realistische Darstellungsweise, da ich damit meine Gefühle besser zum Ausdruck bringen kann.

 

 

 

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DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

MZ: Eines meiner Lieblingsprojekte entstand nach meinem letzten Urlaub in Mexiko, das Bild „Maya Feuerzeremonie“. Es zeigt eine junge Frau mit einer Muscheltrompete vor einer Mayaruine. Dies ist eine traditionelle Zeremonie, die aber der indigenen Bevölkerung vor ihren eigenen archäologischen Stätten untersagt ist. Als ich erfuhr, dass ein sehr bekannter Musiker vor mehreren Jahren direkt vor der berühmten Kukulkan-Pyramide in Chichén Itzá ein Konzert abhalten durfte, musste ich einfach dieses Bild malen. Ich wollte auf die  Ungerechtigkeit und Unterdrückung der indigenen Bevölkerung in diesem Land hinzuweisen.

 

 

 

DAD: Woran arbeitest du gerade bzw. womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?

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MZ: Ich arbeite momentan an einem Energiebild, welches als Entspannung in unserer heutigen schnelllebigen und hektischen Zeit dienen soll.

Mit den Jahren habe ich meinen eigenen Malstil entwickelt und festgestellt, dass mein Metier die erotische und spirituelle Malerei ist. In meinen neuesten Bildwerken versuche ich Ikonen der Weiblichkeit – sowie das göttlich Männliche als Gegenstück zum Weiblichen – und des Lichtes darzustellen. Damit möchte ich sozusagen eine Brücke bauen, damit der weibliche Aspekt des Lebens wieder seinen Platz findet, die Herzensenergie, die Natur und die Erde.

 

DAD: Was hält dich bei der Arbeit an der Leinwand wach?

MZ: Meine meist kreativen Energien und die Leidenschaft, die ich für das Malen empfinde. Zur Inspiration höre ich auch sehr gern Meditationsmusik.

 

DAD: Hast du als erfahrener Künstler ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

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MZ: Die Erfahrung des Malens an sich ist der beste Lehrmeister und Zeichnen ist die Mutter aller Künste. Ich bin der Meinung, dass jeder Künstler erstmal Zeichnen lernen sollte. Es war schon immer so, zum Beispiel in der Blütezeit der Kunst der Renaissance, dass jeder Künstler, ob Bildhauer, Maler oder Goldschmied, erstmal zeichnen lernen mussten. Man sollte sehr kritisch mit sich selbst sein, nur so kann man aus den eigenen Fehlern lernen und sich stetig verbessern. Viele Fachbücher lesen und dazu möglichst noch einen guten Lehrmeister haben, um seine Träume zu verwirklichen.

 

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview! Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

 

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3 Gedanken zu “DailyArtDesign INTERVIEW mit Marita Zacharias – Künstlerin

  1. Hallo Maria,

    Deine Arbeiten und die meist warmen Farben gefallen mir sehr gut.
    Die letzte Arbeit spricht mich besonders an, ich mag das Abstrakte.

    Ansonsten gratulire ich natürlich zur eigenen Briefmarke. WOW.

    Schöne Gruß aus München,
    Hannes

  2. Hallo Hannes,

    vielen Dank für Deinen Kommentar und das Kompliment zu meinen Bildern. Es freut mich sehr, dass Dir meine Arbeiten gefallen. Ja, die warmen Farben mögen die Leute besonders, deshalb bevorzuge ich in letzter Zeit diese gelb-orange Töne. Die realistische Malweise liegt vor allem an meiner Portraitmalerei, die ich viel Jahre gemacht habe. Mein Ziel wird in Zukunft aber sein, mehr abstrakt zu malen.
    Über die eigene Briefmarke hatte ich mich sehr gefreut. Es war übrigens die erste dieser Art in Deutschland.

    Viele liebe Grüße aus Mittelhessen
    Marita

  3. Pingback: Marita Zacharias - Pastellmalerei für Einsteiger | Daily Art Design

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