Martina Köhler

© Martina Köhler

DailyArtDesign INTERVIEW mit Martina Köhler – Künstlerin

DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

MK: Ich bin am 9. Dezember 1962 in Berlin geboren und lebe mit meinem Mann und zwei Hunden noch immer dort.

Die bildende Kunst hat mich schon seit meiner Kindheit begleitet. Ich habe ständig neue Malblöcke und Stifte bekommen, da ich in jeder freien Minute gemalt habe und die Materialien dementsprechend schnell zu Ende gingen. Auch während meiner Schulzeit war mein Lieblingsfach natürlich Kunst. Doch einen Hauptberuf habe ich nicht daraus gemacht. Ich bin ganz solide in die Computerbranche eingestiegen und habe bis 1998 bei IBM gearbeitet. In dieser Zeit sind mein Sohn und meine Tochter zur Welt gekommen. Dann wurde meine Mutter schwer krank, und ich habe sie bis letztes Jahr gepflegt. Da blieb nicht viel Zeit übrig sich künstlerisch zu betätigen. Obwohl ich, wenn auch sehr wenig, nicht untätig blieb. In dieser Zeit hatte ich mich mehr der Fotografie verschrieben. Über die Fotografie bin ich zu 3D-Programmen gekommen, die mir die Freiheit gaben, mehr eigenständige Bildkompositionen zu erstellen. Außerdem schrieb ich einige Kurzgeschichten, die in verschiedenen Anthologien erschienen sind. Nach dem Tod meiner Mutter habe ich mich wieder ganz der Malerei zugewandt. Es gibt für mich nichts Schöneres als eigene Ideen auf einem leeren Blatt entstehen zu lassen.

 

© Martina Köhler via posterlounge.de

DAD: Wann hast du deine Karriere als Künstlerin gestartet?

MK: So richtig, nach dem Tod meiner Mutter vor einem Jahr. Da muss man natürlich von Null anfangen, und es ist nicht einfach, sich als Neuling bekannt zu machen. Da heißt es viel Werbung auf den verschiedenen Internetplattformen zu machen, nach Ausstellungsmöglichkeiten zu suchen, vielleicht einen Förderer zu finden (lacht)! Aber das letzte sind nur Wunschträume. Doch ich bin der Meinung, wenn man etwas mit Leidenschaft macht, führt es auch irgendwann zum Erfolg. Denn steter Tropfen höhlt den Stein. Und da ich noch viele Ideen habe, werde ich diese auch weiterhin mit Leidenschaft umsetzen.

 

DAD: Hast du einen Lieblingskünstler, und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

MK: Oh, das sind viele, ob verstorbene oder lebende. Spontan fällt mir da Odilon Redon ein. Seine Werke faszinieren mich sehr. Auch Alfons Mucha hat mich schon inspiriert, und ich habe mich in diesem Stil ausprobiert. Ansonsten inspiriert mich die ganze Welt in ihren bunten und vielfältigen Facetten.

 

DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

MK: Das ist sehr unterschiedlich. Mal ist es eine Zeile aus einem Buch, das ich gerade lese. Ein anderes Mal ist es ein Lied, ein Foto, ein bestimmte Situation oder Stimmung. Auch der Blick auf das Alltägliche ist da sehr hilfreich. Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, entdeckt man immer wieder etwas, das sich lohnt künstlerisch umzusetzen.

© Martina Köhler via posterlounge.de

 

DAD: Welche Materialien benutzt du für deine Kreationen?

MK: Für meine Digital Art benutze ich natürlich meine Kamera und zum Bearbeiten Photoshop, Poser 3D und Apophysis ein Fraktalprogramm.

Zum Malen und Zeichnen die unterschiedlichsten Papiersorten, Acryl, Aquarellfarben, Zeichentusche. Ein Sortiment von verschiedenen Zeichenfedern.

 

DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei seinen Betrachtern?

MK: Das ist etwas schwierig zu beantworten, da ich mich eigentlich nicht fest einem Stil verschrieben habe. Es entstehen Ideen oder Bilder in meinem Kopf, und beim Umsetzen entscheide ich, welches Medium oder welcher Stil zu dem Werk passt. Dies geschieht meist unbewusst und spontan.

Womit meine Werke Interesse beim Betrachter wecken? Nun vielleicht sollte man da die Betrachter fragen. Denn Kunst und das Interesse für das eine oder andere Werk entsteht im Auge des Betrachters.

 

DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

MK: Jedes meiner Bilder ist zur Zeit des Entstehens mein Lieblingsprojekt.

 

DAD: Woran arbeitest du gerade und womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?

MK: Das kann ich nie im Voraus sagen. Denn gerade durch spontane Ideen entstehen sehr unterschiedliche Werke. Auf jeden fall wird es im Bereich der Malerei und des Zeichnens sein.

 

© Martina Köhler via posterlounge.de

 

DAD: Was hält dich bei der Arbeit an der Leinwand oder im Grafikprogramm hinter der Kamera wach?

MK: Die Leidenschaft zur Arbeit und viel Kaffee. Was gar nicht so gut für mich ist. Doch während des Entstehungsprozesses vergesse ich Raum und Zeit. Erst hinterher merke ich wie erschöpft ich bin.

 

DAD: Hast du als erfahrener Künstlerin ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

MK: Sei kreativ!!! Denn Kreativität heißt nach Mary Lou Cook: Erfinden, experimentieren, Risiken eingehen, Regeln brechen, Fehler machen und Spaß haben. Nach diesem Motto von Mary Lou Cook entstehen meine Werke.

 

Herzlichen Dank für das Kurz-Interview und viel Erfolg noch für deine Künstlerkarriere!

 

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