Sabrina Alles Deins via Posterlounge.de

© Sabrina Alles Deins via Posterlounge.de

DailyArtDesign INTERVIEW mit Sabrina Tibourtine alias Sabrina Alles Deins – Illustratorin

 

DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

ST: Ich habe Design mit dem Schwerpunkt Illustration in Krefeld und London studiert und habe mich während meines Studiums als Illustratorin selbstständig gemacht. 

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In London habe ich gelernt, rumzutoben und etwas wegzukommen, von der Deutschen, cleanen Art, das hat mich sehr inspiriert. Mit den Jahren hat sich alles stark entwickelt, ich arbeite für viele Magazine und Zeitungen. Außerdem habe ich Anfang des Jahres einen kleinen Laden in Köln aufgemacht, in dem ich arbeite und meine Kunst und Bücher verkaufe. Eine spannenende Zeit gerade.

 

DAD: Hast du einen Lieblingskünstler und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

ST: Ich bewundere Otto Dix und George Grosz für ihren besonderen Blick und ihre Skurrilität. Als Collagekünstler finde ich Eduardo Recife großartig, als Kinderillustratorin finde ich Constanze von Kitzing total hinreißend.

Was mich selbst inspiriert ist schwer zu sagen. Meistens ist es ein Material oder ein Bild aus meinem Fundus, und irgendwie geht dann die große Puzzelei und Rumschichterei los. Und am Ende bin ich oft selbst ganz erstaunt, was dabei rausgekommen ist.

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DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

ST: Das kann ich nicht genau beantworten. Wenn ich an einer Auftragsarbeit sitze überlege ich manchmal eine halbe Stunde lang und schreibe alles, was mir zu dem Thema in den Sinn kommt auf. Oft überfällt mich dann DIE Idee von hinten. Wenn ich absolut ideenlos bin, setze ich mich in ein Café und versuche, beschäftigt auszusehen. Das funktioniert irgendwie immer, komischerweise, klappt es dann immer mit der Idee.

 

DAD: Welche Materialien, Medien und Software benutzt du für deine Kreationen?

ST: Ich arbeite fast ausschließlich mit alten Fotos, Scanner, Fotoapparat und Photoshop.

 

DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei seinen Betrachtern?

ST: Ich glaube, dass mein Stil bunt und gleichzeitig gedeckt ist. Ein wenig seltsam, denn obwohl die Dinge in meinen Bildern oft nichts miteinander zu tun haben, ergibt es ein großes Ganzes und oft entstehen Landschaften, die es so eigentlich nicht geben kann.

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DAD: Woran arbeitest du gerade und womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?

ST: Im Moment arbeite ich an Illustrationen für ein Philosophie-Magazin und an einem neuen Kalender. Langfristig wird es viele neue Illus und Bücher für mein kleines Label und meinen Laden geben.

 

DAD: Was hält dich bei der Arbeit an der Leinwand und am Computer wach?

ST: Die Gefahr das ich einschlafe, oder mich langweile besteht überhaupt nicht. Noch nicht. Ich hoffe, das bleibt so- ich muss einfach arbeiten. Wenn ich 2 Tage nicht arbeite, werde ich unzufrieden und ungemütlich.

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DAD: Hast du als erfahrener Illustrator ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

ST: Ich glaube, Schüchternheit in Bezug auf die eigene Kunst ist der größte Stolperstein, die man sich selbst in den Weg legen kann.

Es hilft, möglichst alle Kanäle zu nutzen und am wichtigsten ist eigentlich die Akquise. Ich finde, es hilft sehr, regelmäßig Portfolios zu verschicken, aber man sollte nur seine besten Arbeiten zeigen und mindestens alle 6 Monate etwas verschicken. Und das am Besten nicht nur an drei bis vier Leute, sondern an viele. Aber nur an die, die es interessieren könnte.

 

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview! Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

 

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