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DailyArtDesign INTERVIEW mit Stefan Kahlhammer – Illustrator

 

DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

SK: Ich komme aus dem schönen Kärnten, dem südlichsten Bundesland Österreichs.
 Dort verlebte ich eine sehr glückliche und spiel- sowie phantasiereiche Kindheit. 
Davon profitiere ich noch heute, denn einen ausgeprägten Spieltrieb und viel Phantasie braucht man wohl in unserer Branche. In Kärnten (Ferlach) machte ich eine Graveurausbildung an einer Fachhochschule. Ein großer Schwerpunkt war Kunst, Zeichnung, Graphik und Design. Mit dieser soliden Ausbildung bin ich dann nach Wien, wo ich heute noch lebe und als freischaffender Künstler tätig bin. Neben der Zeichnung beschäftigte ich mich hauptsächlich mit Öl- und Acrylmalerei. Damals entstanden auch die „imaginary animals“ eine bunte, leicht surrealistische und humoristische Tierbilderserie.
Während ich mir viel Zeit ließ, um meinen Stil zu finden und zu entwickeln – das meiste Autodidaktisch – arbeitete ich als Grafiker, Bühnenmaler und Glasgraveur und kam über das Portraitzeichnen zur Karikatur und (Buch)Illustration. 
Zwischendurch habe auch ein Jahr in Dublin gelebt.

 

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DAD: Wann hast du deine Karriere als Illustrator gestartet?

SK: Meine ersten Versuche startete ich gleich nach der Graveurschule, als ich mit 19 Jahren nach Wien kam und nach einem knappen Jahr „richtiger“ Arbeit in einer Graveurfirma kündigte und beschloss Künstler zu werden. Offizieller Künstler bin ich seit 1999 und seit knapp 2 Jahren hab ich mich auf satirische und humoristische Zeichnung und Illustration spezialisiert.

 

DAD: Hast du einen Lieblingskünstler und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

SK: Sehr beeindruckt und inspiriert war und bin ich von M.C. Escher, H.R. Giger, Norman Rockwell, Bill Watterson, Gottfried Helnwein, Manfred Deix, Alfred Kubin, Paul Flora, Gerhard Glück, Gerhard Haderer etc. etc.

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DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

SK: Manchmal wenn ich sehr intensiv über etwas nachdenke … dann fällt mir garantiert nichts ein.
Die besten Ideen kommen meistens plötzlich – zu jedem passenden, aber auch unpassenden Zeitpunkt und Ort – weiß Gott woher. Eines der letzten großen Rätsel der Menschheit. Wo kommen diese plötzlichen Ideen und Eingebungen her? Da gibt es nur noch eine gleichbedeutende Frage: Von wo kommen eigentlich diese kleinen Fruchtfliegen immer so plötzlich daher?

 

DAD: Welche Materialien / Medien / Software benutzt du für deine Kreationen?

SK: Ich arbeite klassisch mit Blei- und Buntstiften, sowie Tusche auf Papier.
Wenn ich male, dann am liebsten mit Öl auf Leinwand.

 

DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei seinen Betrachtern?

SK: Humoristisch, leicht satirisch, mit ausgefeilter Technik und Liebe zum Detail, sowie einem Hang zu Tiermotiven. Dieser Mix weckt Interesse und gefällt vielen Menschen.

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DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

SK: Alle Projekte, die mit Don Camillo zu tun hatten. Den streitbaren Pfarrer mag ich schon seit Kindheitstagen. Die Bücher, aber auch die Filme mit dem großartigen Fernandel und auch Gino Cervi als Peppone, liebe ich.

 

DAD: Woran arbeitest du gerade / womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?

SK: Ich hoffe noch viele Tierzeichnungen – im Stile meiner „Drei junge Krähen mit roter Feder“ und „drei Eulen“ – machen zu können. Und meine „Flankalan“- Karikaturen von Politikern und Prominenten will ich auch forcieren. Vor allem plane ich noch einige satirische Arbeiten.

 

DAD: Was hält dich bei der Arbeit mit Papier und Stiften wach?

SK: 67 Prozent Spaß, 48 Prozent Disziplin, 17 Prozent gute Musik, 6 Prozent Ehrgeiz, 36 Prozent Spaß, 98 Prozent Geld und nicht zu vergessen: 90 Prozent Spaß. Hoppla, sind wohl einige Prozent zu viel.. Na egal! Gähn! Wenn ich zu müde zum Arbeiten bin, oder auch um richtige Prozentangaben zu machen geh ich lieber schlafen.

 

DAD: Hast du als erfahrener Illustrator ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

SK: Leider muss jeder seinen eigenen Weg finden und wohl auch viel Lehrgeld zahlen. 
Aber wenn man Spaß an seiner Arbeit hat und hartnäckig bleibt und auch Durststrecken und Rückschläge überstehen kann, dann ist man am richtigen Weg. Immer wieder aufstehen und neue Versuche starten! Da ist Geduld gefragt. Es gibt für alles einen richtigen Zeitpunkt. Diesen sollte man erwarten können. Man muss auch den Spagat schaffen zwischen: 
Seinen Weg gehen, also „sein Ding durchziehen“, ohne sich von übereifrigen und falschen Beratern beeinflussen zu lassen, aber doch auch nicht völlig beratungsresistent und lernunwillig zu sein. Und manchmal muss man einfach Kompromisse eingehen um weiterzukommen, aber man hüte sich vor faulen Kompromissen. Diese können sehr großen Schaden anrichten.

 

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview! Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

SK: Ich habe zu danken. Freut mich, dass es Euch gibt!

 

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