Steffen Gierok via Posterlounge.de

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DailyArtDesign INTERVIEW mit Steffen Gierok – Künstler

 

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DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

SG: Ich war immer schon künstlerisch interessiert und habe bereits als Kind viel gezeichnet. 1997 habe ich meine Lehre als Werbevorlagenhersteller in der Fachrichtung Gestaltung abgeschlossen. Seit 1998 befasse ich mich mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen. In meiner Ausbildung lernte ich auch theoretische Grundlagen wie die Farbenlehre. Ich möchte nicht als Fotograf sondern als Künstler bezeichnet werden, da ich keine Ausbildung zum Fotografen gemacht habe.

 

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DAD: Wann hast du deine Karriere als Künstler gestartet?

SG: Ich habe angefangen mich mehr mit Fotografie zu beschäftigen und habe mir so viel selbst angeeignet. Anfangs habe ich mich als Hilfestellung auch bei anderen Fotografen orientiert. Dann habe ich schon früh gemerkt, dass ich ein Blick für das richtige Motiv habe. Die Leute blieben bei meinen Bildern stehen, waren begeistert und wollten
wissen, wie ich das gemacht hatte. Darauf hin habe ich mich entschlossen, eine Spiegelreflexkamera zu kaufen. Mit dieser habe ich mich dann genauer befasst und die Bedienungsanleitung studiert.

 

DAD: Hast du einen Lieblingskünstler und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

SG: Direkt einen Lieblingskünstler habe ich nicht. Es gibt viele Künstler, deren Arbeiten mir gefallen. Inspiration bekomme von den verschiedensten Dingen im Alltag. Meine Arbeit wird zum Beispiel von der Stimmung des Wetters beeinflusst. An einem grauen, nebligen Tag drückt sich diese eher traurige Stimmung auch in meinen Bildern aus.

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DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

SG: Das passiert ganz automatisch im Alltag. Ich bekomme die Ideen zu meinen Motiven meist vor Ort indem ich mich von der Umgebung inspirieren lasse. Jedes Bild ist für mich ein Unikat. Denn ein Motiv sieht jedes Mal anders aus, wenn man dort hinkommt. So wirkt Dresden zum Beispiel unter verschiedenen Einflüssen des Lichts jedes Mal anders.

 

DAD: Welche Materialien und Software benutzt du für deine Kreationen?

SG: Hauptsächlich meine Kamera und das Bearbeitungsprogramm Photomatix.

 

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DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei ihren Betrachtern?

SG: HDR-Fotografie ist mein Steckenpferd. Dadurch bekommen Motive einen malerischen Touch. Man kann der Fantasie und dem Spieltrieb mit HDR freien lauf lassen und richtig mit den Effekt spielen.

 

 

DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

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SG: Vor einiger Zeit habe ich Bilder meiner Heimat im Südharz gemacht. Diese Bilder drücken Heimatliebe aus und viele Menschen, die aus Sachsen- Anhalt ausgewandert sind, werden durch meine Bilder an ihre Heimat erinnert. Die Resonanz zu diesem Projekt war sehr gut. Ich bin viel in der Region unterwegs und sie verändert sich ständig. So kann ich für andere Leute Momente und Orte ihrer Heimat festhalten, von Dingen die vielleicht schon abgerissen wurden. Das macht mir Freude. So habe ich zum Beispiel alte Schächte in meiner Gegend fotografiert. Um den richtigen Moment mit den besten Lichtverhältnissen abzupassen, ist mir im Dezember durch das lange Warten in der Kälte sogar einmal die Kamera eingefroren. Sehr gefreut habe ich mich auch, als eine Arbeit von mir von einem Unternehmen für eine Weihnachtspostkarte ausgewählt wurde und eine Karte mit diesem Motiv an den Papst persönlich gesendet wurde.

 

DAD: Woran arbeitest du gerade und womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?

SG: Zum Jahreswechsel 2012/2013 werde ich nach Dresden fahren. Ich fotografiere sehr gern Fachwerkhäuser, Schlösser und Burgen, da ich finde, dass sie mit HDR besonders gut wirken. Zu Silvester möchte ich die Chance nutzen und die Dresdner Altstadt im Licht des Feuerwerks zu fotografieren. Außerdem möchte ich nächstes Jahr ein Fotobuch herausbringen.

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DAD: Hast du als erfahrener Künstler ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

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SG: Licht ist das A und O. Man sollte nicht mittags fotografieren gehen, sondern früh am Morgen oder nachmittags beziehungsweise abends denn dann ist die Lichtsituation am besten. Das Licht ist dann sehr weich und warm. Das musste ich auch erst lernen. Sehr wichtig ist auch Geduld. Mann muss immer wieder die Zähne zusammen beißen – irgendwann klappt’s! Außerdem darf man sich nicht von anderen unterbuttern lassen, zum Beispiel im Internet. Man sollte seinen Weg gehen, egal was andere sagen. Grundregeln wie Licht und Schatten sind wichtig, aber man sollte auch seinen Gefühlen freien Lauf lassen.

 

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview! Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

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3 Gedanken zu “DailyArtDesign INTERVIEW mit Steffen Gierok – Künstler

  1. Da schließe ich mich Claudias Glückwünschen an!
    Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und bin gespannt
    auf tolle, neue Bilder von Dir! :-))
    VG
    Susanne

  2. Hallo Steffen,

    ich gratuliere dir von Herzen und mach weiter so. Du lieferst regelmäßig exzellente Arbeit mit einem guten Blick auf Bildaufbau, Farbe und Verkaufbarkeit ab.

    „Sehr wichtig ist auch Geduld. Mann muss immer wieder die Zähne zusammen beißen – irgendwann klappt’s! Außerdem darf man sich nicht von anderen unterbuttern lassen, zum Beispiel im Internet.“

    Wahr Worte – ohne Ausdauer und am Ball bleiben geht es nicht :)

    Liebe Grüße,
    Sandra

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