Tatjana Willms via posterlounge.de

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DailyArtDesign INTERVIEW mit Tatjana Willms – Künstlerin

DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

TW: Ich habe schon als Kind am liebsten gemalt, während andere draußen herumtobten. Doch da war lange nicht an eine „Künstlerkarriere“ zu denken. Es hat lange gebraucht, über Umwege überhaupt den Mut zu fassen, sich ernsthaft in diesem Bereich zu betätigen. Nachdem ich erst recht spät eine Ausbildung zum Werbegrafiker gemacht und somit einen Einblick in den Beruf als Grafiker bekommen habe, stellte ich fest, dass dieser so toll und kreativ klingende Beruf nichts für mich ist. Ich wollte meine eigenen Ideen umsetzen und nicht nach Vorgabe arbeiten. 2007 entdeckte ich zudem die digitale Malerei mit Photoshop und begann, mich autodidaktisch hinein zu stürzen. Da kamen mir meine Bleistift- und Aquarellzeichnungen von früher regelrecht lächerlich vor. Deshalb hängt mein Herz nun komplett am PC.

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DAD: Wann hast du deine Karriere als Künstlerin gestartet? 

TW: Da es nicht einfach ist von seiner Kunst zu leben, kann ich bei mir noch nicht wirklich von einer Karriere sprechen. Ich erinnere mich allerdings, wie ich mich als große Künstlerin fühlte und regelrecht über dem Boden schwebte, als während meiner Grafikausbildung eine Buntstift-Zeichnung von mir in Frankreich auf einer Ausstellung verkauft wurde.

Aber man könnte sagen, dass ich seit etwa 7 Jahren „ernsthaft“ künstlerisch tätig bin.

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DAD:  Hast du einen Lieblingskünstler, und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

TW: Na klar, eine ganze Menge. Es gibt soviele großartige Künstler! Bei mir wechseln die Lieblingskünstler von Zeit zu Zeit bis mir eben jemand neues begegnet. Aktuell sind das Cris Ortega und Shue.

Meine größte Inspiration hole ich mir tatsächlich durch andere Künstler bzw. ihre Werke. Die regen meine Fantasie an. Man bekommt etwas Großartiges präsentiert und beginnt daraufhin eigene Ideen zu entwickeln. Oft geht es mir so, dass mir das Farbenspiel in einem Bild so gut gefällt, dass ich darüber nachdenke etwas in dieser Richtung zu machen.

 

DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

TW: Am besten funktioniert es, wenn ich mir zu einem Projekt eine kleine Geschichte ausdenke, die ich mit dem Bild erzählen will.

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DAD: Welche Materialien / Medien / Software benutzt du für deine  Kreationen?

TW: Angefangen hatte ich mit Bleistift und Aquarell. Ich habe auch andere Techniken, wie Tusche, Marker und Acryl ausprobiert. Doch wahrlich begeistert bin ich tatsächlich von Photoshop! Ich liebe es einfach! Und wer denkt, dazu bräuchte man nicht malen zu können, das macht der Computer doch alles selbst (was gern unterstellt wird bei digitalen Künstlern) möchte es bitte selbst einmal probieren, mit einem Stifttablett zu malen.

 

DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke  Interesse bei seinen Betrachtern?

TW: Den Stil würde ich als Realismus im Bereich der Fantasiekunst bezeichnen. Besonderes Interesse wecken könnten die Bilder, wenn der Betrachter erfährt, dass etwas versteckt ist im Bild… möglicherweise…

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DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

TW: „Drei Haselnüsse“ ist ein Winterbild anlehnend an meinen Lieblingsmärchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel und gleichzeitig mein erstes Bilderrätsel/Suchbild. Es hat viel Spaß gemacht, dieses Bild zu kreieren und das natürlich noch in der stimmungsvollen Vorweihnachtszeit!

 

DAD: Woran arbeitest du gerade / womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?

TW: Mein aktuelles größeres Projekt sind Suchbilder und Bilderrätsel, die ich in meine Fantasiebilder integriere. Mal sehen wohin das geht. Ist noch ein großes Experiment.

 

DAD: Was hält dich bei der Arbeit im Grafikprogramm wach?

TW: Spaß, Motivation, eine Idee, die mir gerade kommt und ich deshalb nicht aufhören kann, obwohl ich es vorhatte.

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DAD:  Hast du als erfahrene Künstlerin ein paar  Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

TW: Von den erfolgreichen Künstlern lernen (schauen, wie machen die was), aber nicht den Mut verlieren, weil man noch lange nicht so gut ist. Acht zu geben, nicht zu kopieren, sondern möglichst seinen ganz eigenen Stil versuchen zu finden. Ich weiß, dass das nicht einfach ist.

Die härtesten Erfahrungen sammelt man meiner Meinung nach bei ersten Auftragsarbeiten. Man wird frustriert feststellen müssen, dass die meisten denken, sie können deine harte Arbeit umsonst haben, wenn sie deinen Namen erwähnen. Schließlich wäre das ja Werbung für den Künstler. Keiner arbeitet für seinen Chef in der Firma umsonst. Und ein Künstler arbeitet sehr hart. Das wird leider meist übersehen.

Ach ja, es empfiehlt sich aus eben genannten Gründen (zumindest am Anfang) einen „normalen“ Job zu haben. Da lebt es sich entspannter… und üben, üben, üben, üben, üben….. ach ja und üben.

Herzlichen Dank für das Kurz-Interview!
Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

 

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