Thomas Herzog via posterlounge.de

© Thomas Herzog via posterlounge.de

DailyArtDesign INTERVIEW mit Thomas Herzog, Fotograf

Thomas Herzog kommt Mitte der 80er zur Fotografie. Mit einer Spiegelreflexkamera der Marke CANON macht er seine ersten fotografischen Gehversuche. Das Wissen rund um die Fotografie eignet Herzog sich in Volkshochschulkursen an, die Erfahrung kommt per „learning by doing“.

Seinen ersten Erfolg erzielt Herzog im Jahre 1987, als er bei einem Fotowettbewerb des Schokoladenherstellers Sarotti eine hochwertige CANON EOS-Spiegelreflexkamera gewinnt. Seinen bis dato größten Erfolg verbucht Herzog im Jahre 2009 mit einem ersten Platz unter knapp 15000 Fotos im weltweit ausgelobten Naturfotowettbewerb „Glanzlichter“.

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DAD: Was inspiriert dich bei der Arbeit?

TH: Trotz gelegentlicher Ausflüge in andere Genres bin ich eher in der Naturfotografie zu Hause. Egal ob heimisch oder auf Reisen in fernenLändern – Landschaften, Fauna und Flora geben mir viel. Morgens mit mir alleine im Wald . . . herrlich, fast meditativ. Gerne auch bei -10C beim Ansitz im Tarnzelt.

Inspirieren lasse ich mich natürlich von den ganzen Größen der Naturfotografie, an erster Stelle der leider schon verstorbene Fritz Pölking. Oder die jungen Wilden, stellvertretend denke ich an Sandra Bartocha. Es mag jetzt albern klingen, aber ich bin dankbar, dass es Menschen gibt wie Claudia Drossert oder Priska Wettstein, die auch bei Posterlounge vertreten sind. Durch sie habe ich die Arbeit mit Texturen kennen und lieben gelernt. Gerne verwende ich die Texturtechnik, die sich sehr gut mit meinen Naturmotiven kombinieren lässt.

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DAD: Welche Software benutzt du für deine Kreationen?

TH: Ich arbeite mit digitalen Spiegelreflexgehäusen von Canon und den dazu passenden Objektiven, von 17 bis 600 mm kann ich jede Brennweite bedienen. Natürlich kann man auch mit weniger Equipment gute Fotos abliefern, aber irgendwann trennt sich die Spreu vom Weizen, gerade in der Naturfotografie ist die Qualität hochvergüteter Linsen das A und O. Auch unter Berücksichtigung der Brennweite bei Wildtieren. Am Rechner arbeite ich mit der Adobe Creative Suite 5.5, dazu noch einige Plugins und Aktionen in Photoshop und ab dafür.

 

DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

TH: Ein spezielles Lieblingsprojekt habe ich eigentlich nicht, ich versuche, meine ganze Liebe jedem einzelnen Bild zu widmen. Aber Lieblingsfotos habe ich, einige davon sind zum Beispiel in ganz neuen Fotokalendern platziert.

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DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei seinen Betrachtern?

TH: Die Betrachter meiner Bilder möchte ich mitnehmen auf eine Reise . . . nicht nur in ferne Länder. Ich möchte ihnen die Augen öffnen für die Kleinigkeiten in der Natur, die viel zu oft übersehen werden. Ich möchte animieren,inspirieren.

 

DAD: Hast du als erfahrener Fotograf ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

TH: Mein Tipp für Einsteiger? Learning bei Doing, durch Beobachten, Abschauen. Und das Beherrschen der Kamerafunktionen. Durch die Digitaltechnik ist vieles einfacher geworden, leider ist heute das Wissen um die Fotografie nicht mehr wichtig. Dabei gibt es nichts Schöneres als ein Foto, das genau so aus der Kamera kommt, wie man es sich vorher vorgestellt hat. Und nicht durch Zurechtschneiden am Rechner. Und etwas mehr Geduld. Wenn ich sehe, was heute in die Agenturen kommt, Kreativität ist das eine und Schönheit liegt gewissermaßen im Auge des Betrachters. Ich meine die technischen Mängel, sowohl beim Fotografieren als auch beim Bearbeiten der Fotos am Rechner.

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Wieso das Pferd von hinten aufzäumen? Das Grundhandwerk beherrschen, dann kann man sich ans Filtern oder grundsätzlichem Verfremden von Fotos machen. Für mich hilfreich war vor langer Zeit wirklich der Fotokurs in der VHS.

Meine Devise:

Mit Photoshop macht man aus einem schlechten Foto kein Gutes. Aber aus einem Guten mitunter ein sehr Gutes.

 

DAD: Vielen Dank für das Kurz-Interview und alles Gute für Deine weitere Künstlerkarriere!

 

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