nicola Bockelmann via Posterlounge.de

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DailyArtDesign Interview mit Nicola Bockelmann – Künstlerin

DAD: Hallo, erzählst du uns ein wenig über dich und deinen Werdegang?

© Nicola Bockelmann via Posterlounge.de

NB: Ich habe schon immer gerne gemalt. Mit zwei Jahren habe ich das erste Mal an einem Malwettbewerb teilgenommen und den zweiten Platz belegt! Während der gesamten Schulzeit gehörten Malen und Zeichnen zu meinen Lieblingshobbies. Auf dem Gymnasium wechselte ich in der elften Klasse die Schule, um den Kunst-LK belegen zu können. Nach dem Abitur begann ich dann ein Magisterstudium der Anglistischen Sprachwissenschaft, Kulturwissenschaftlichen Anthropologie und Medienwissenschaften, weil ich „was mit Medien“ machen wollte. Das war mir aber zu theoretisch, und außerdem fehlte mir die Kunst… Darum stellte ich zum nächstmöglichen Termin ein paar meiner Werke zu einer Prüfungsmappe zusammen – und wurde prompt angenommen. Ich studierte fortan Englisch, Kunst und Erziehungswissenschaften auf Sek II um was „Reelles“ zu machen. Nach meinem 1. Staatsexamen hatte ich jedoch immer noch keine Lust auf den Lehrerberuf bekommen und begann, weil mir das Forschen und Schreiben Spaß machte, an einer Dissertation zu arbeiten.

 

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DAD: Wann hast du deine Karriere als Künstlerin gestartet?

NB: Nach Abschluss meines Studiums, 2003, bin ich zunächst nach England gezogen. Nach der Geburt meines ersten Kindes, 2004, nahm ich ein Stipendium der Arts Council England an, um innerhalb eines Jahres 10 großformatige Ölgemälde anzufertigen. Diese wurden im Laufe der nächsten Jahre in ganz England und darüber hinaus ausgestellt. 2007 nahm ich an einigen Fortbildungsprogrammen für Künstler und Kreative teil und machte mich dann selbstständig. Meine Bilder wurden mittlerweile in dutzenden Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und haben zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten.

 

DAD: Hast du einen Lieblingskünstler und wer oder was inspiriert dich bei der Arbeit?

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NB: Allgemein mag ich die Kunst und auch Architektur sowie Mode des 19. Jahrhunderts, insbesondere der Romantik. Vor allem viktorianische Künstler, wie die Präraphaeliten, zum Beispiel Lord Leighton und Edward Burne-Jones, haben es mir angetan. Auch den Symbolismus finde ich sehr spannend. Und an alten Stichen und Zeichnungen kann ich mich gar nicht sattsehen, zum Beispiel von Edmund Dulac.

In Bezug auf heutige Kunst bewundere ich diejenigen Künstler, welche moderne Motive beziehungsweise Themen mit einer guten technischen und geschichtlichen Kenntnis umsetzen, zum Beispiel Dino Valls, Erik Weisenburger, Ray Caesar und allgemein Kunst mit Tim-Burton-Ästhetik. Aber nicht nur Maler, auch Illustratorinnen beziehungsweise Fotografinnen wie Natalie Schau inspirieren mich.

 

DAD: Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

NB: Medienbilder, also hauptsächlich Bilder von Frauen, aus den Bereichen Werbung und Mode.

 

DAD: Welche Materialien benutzt du für deine Kreationen?

NB: Die ersten Schichten meiner Gemälde entstehen in Acryl auf Leinwand, das trocknet schneller. Die weiteren Schichten werden in Öl angelegt. Ich bevorzuge keine bestimmten Marken.

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DAD: Wie würdest du deinen Stil beschreiben, womit wecken deine Werke Interesse bei ihren Betrachtern?

NB: Den Stil würde ich als „stilisierten Realismus“ bezeichnen, und zwar in der Hinsicht, dass die Bilder semi-realistisch sind und ein bisschen geschönt beziehungsweise manchmal auch verzerrt. Dieses realistische Malen – das können heute nicht viele. Die Größe der Bilder ist für viele Betrachter beeindruckend, ein Großteil der Bilder ist 160 x 100 cm groß, die wirken in Echt nochmal ganz anders.

 

DAD: Was war bisher dein Lieblingsprojekt und warum gerade dieses?

NB: Kein konkretes Projekt in dem Sinne, aber wenn bestimmte Bilder besonders gut geworden sind, zum Beispiel „Rainy Night“. Das merkt man oft schon beim Malen, manchmal wird es aber auch erst fast zum Schluß klar.

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DAD: Woran arbeitest du gerade und womit wirst du uns in Zukunft an künstlerischen Projekten erfreuen?

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NB: Gerade hab ich einen Cover-Entwurf für mein erstes Sachbuch entworfen. Es ist noch nicht sicher, aber es wäre toll, wenn sie das nehmen würden. Ansonsten werde ich mich in Zukunft vermehrt Portrait-Aufträgen widmen.

 

DAD: Was hält dich bei der Arbeit an der Leinwand wach?

NB: Beim Malen höre ich gerne laute Musik zum Beispiel Electro House, Elecronic, Techhouse, Dance Pop, Trip Hop oder auch mal Podcasts über gesellschaftliche Themen. So male ich und bilde mich nebenbei weiter. (lacht)

 

DAD: Hast du als erfahrener Künstlerin ein paar Tipps für Anfänger und Neulinge in deinem Bereich der Kunst?

NB: 1.) Lerne von anderen, 2.) Sei hartnäckig.

 

DAD: Herzlichen Dank für das Kurz-Interview! Für deine Künstlerkarriere wünschen wir weiterhin viel Erfolg!

 

Weitere Informationen:

 

Romi Na gefällt dieser Artikel

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