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Craig Alan: Pixel People Pop Art

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Stellt euch vor, ihr geht über einen überlaufenen, öffentlichen Platz und jemand mach ein Foto von diesem  Platz aus der Luft. Wie das wohl aussieht? Nun, ja bestimmt nicht wie das Gesicht eines weltberühmten Promis oder einer beliebten Sehenswürdigkeit. Oder vielleicht doch? Eindeutig zu erkennen sind große Ikonen in den Werken von Craig Alan. Der Amerikaner schafft seit mehr als 15 Jahren Portraits mithilfe von Menschenmassen. Dabei sieht er jede Person als einen Pixel, die er auf eine bestimmte Art und Weise anordnet. Von oben betrachtet entstehen dabei Pop Art Ikonen und Mythen aus einzelnen kleinen Pixeln. Die Schatten der Figuren lassen erahnen, dass es sich hierbei wirklich um Personen handelt. Erst beim näheren Betrachten einer Fotografie von Craig Alans Werk erkennt man mitunter einzelne Menschen. Die Fotografien seiner Werke erinnern an das urbane Leben, an die tägliche Hektik in der Stadt, die Flüchtigkeit des Momentes und an einen gewissen Lebensstil. Vor allem in Europa und den USA, wo er zahlreiche Ausstellung gibt, ist seine Kunst sehr beliebt. Neben Marilyn Monroe, John F. Kennedy, Elvis Presley, Lucille Ball und schuf der Künstler auch Pop Arts der Freiheitsstatue und des Big Ben.

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In die Kunstwerke von Craig Alan kann ein jeder interpretieren, was er oder sie möchte. Viele seiner Bilder ähneln auf den ersten Blick kleinen Ameisen, die umher krabbeln und für einen kurzen flüchtigen Moment ein großes, Ganzes ergeben. Seine Werke erinnern an die tägliche Alltagshektik, in der unvorhersehbare Dinge entstehen können. Ein paar Menschen, die unterschiedlichen Tätigkeiten nachgehen, unterschiedliche Ziele verfolgen und vollkommen mit sich selbst beschäftigt sind, ergeben zusammen das Bild einer großen amerikanischen Ikone. Es scheint, als würde Alan der Menschenmenge eine gemeinsame Identität, einen übergeordneten Zweck geben. Allerdings dürfte das dem Einzelnen im Bild kaum bewusst sein, denn außer aus der Vogelperspektive, erkennt niemand das Kunstwerk, das Alan mit den Menschen „malt“. Mit seinen Fotografien gibt Craig Alan auch noch weiter Denkanstöße. So wirft sich die Frage auf, ob die abgebildeten Berühmtheiten ihren Ruf und ihre heroisierte Stellung in der Gesellschaft allein der Gesellschaft selbst, also dem einzelnen, dem Fan, dem Bewunderer, verdanken.

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Craig Alan wurde 1971 in San Bernardino in Kalifornien geboren. Während seines Studiums an der University of Mobile, Alabama, setzte sich Craig erstmals ernsthaft mit Kunst auseinander. Während dieser Zeit eignete er sich erste Grundsätze und ästhetische Regeln der Kunst an. In seinen Nebenfächern bildete sich Alan während seines Studiums außerdem auch in Theaterwissenschaft und schärfte damit sein Wissen über Makeup und Bühnenbildnerei. Außerdem beschäftigte er sich intensiv mit Straßenportraitfotografie. So entwickelte er über die Jahre ein herausragendes Verständnis für Texturen, Kompositionen und Farben. Auf der Website der Vinings Gallery, wird Alans Kunst wie folgt beschrieben:

„Das Vermischen von den verschiedensten Einflüssen und den Medien ist optisch in allen Werken von Craig sichtbar, was sein breitgefächertes Wissen und Verständnis menschlicher Gestalten ebenso demonstriert, wie die bunte Welt, die diese Wesen bewohnen.“

Die menschliche Pixel- Pop Art ist vielleicht gestellt, der Wow-Effekt bei uns ist jedoch echt!

 

Ein Gedanke zu “Craig Alan: Pixel People Pop Art

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