Changing Lines

© Changing Lines

Guerilla-Street Art im fernen Kalifornien und nahem Leipzig

„Don’t STOP the music“, „STOP in the name of love“ – das STOP-Projekt in Kalifornien pimpt derzeit STOP-Schilder mit Botschaften, die wahre Messages sind. Anstatt Leute mit den gewöhnlichen STOP-Schildern zu verärgern und leidlich aufzuhalten, optimiert die Website Changing Lines die Straßenschilder mit humorvollen unbeschwerten Sprüchen und zaubert so das ein oder andere Lächeln auf das Gesicht der Verkehrsteilnehmer.

 

© Changing Lines

Gerade STOP-Schilder wurden für das Projekt ausgewählt, um eine direkte Beziehung zwischen den Botschaften, den Locations und den Momenterfahrungen herzustellen.

 

„They force people to stop and read the messages, causing a reaction that requires them to question their acquired habits and behaviors.”

 

© Phil Jones

 

Ironische und kritische Botschaften werden dabei kommuniziert, indem coole Buchstabenbilder und Schrifttypen kombiniert werden. Wahre Eyecatcher entstehen dabei! In einem früheren Projekt hat Designer Phil Jones Schilder mit mehrdeutigen Botschaften an Bäumen angebracht, in denen er verschiedene ironische Fragen aufgeworfen und zum Nachdenken angeregt hat. Oder aber die Passanten konnten auch einfach in schallendes Gelächter ausbrechen. Schließlich wird man nicht jeden Tag von einem Baum um Geld gebeten, damit er nach hause in den Wald zurückkehren kann. Noch wird man darauf hingewiesen, dass die Schriftart Comic Sans dazu führt, dass ein Designer seine kreativen Flügel verliert.

 

© Kirsti Lenehan I DailyArtDesign

Selbstverständlich muss man sich nicht nur über den großen Teich nach derlei Projekten umsehen, die Guerilla-Charakter besitzen. Auch in Deutschland kann man diesen Trend beobachten. Letzte Woche, als DailyArtDesign die Mittagspause bei strahlendstem Sonnenschein nach draußen verlegt hatte, fiel uns auch hier ein solches Projekt wie Schuppen von den Augen. Guerilla Knitting heißt die Street Art, bei der Gegenstände im öffentlichen Raum durch Stricken verändert werden. Stricken ist also längst nicht mehr nur Aufgabe der lieben Omi von nebenan, sondern kann politische Botschaften, symbolische Bedeutungen oder selbst feministische Aussagen enthalten.

 

© Kirsti Lenehan I DailyArtDesign

Der Ursprung des Guerilla-Strickens liegt rund sieben Jahre zurück und begann in den USA, in Texas. Strickereien umhüllten damals Türklinken, statt als Pullover oder Socke die Läden zu erreichen. Gestrickte Graffitis sind heute vor allem in Amerika, England und Spanien bekannt. In Deutschland begann das Strick-Guerilla vor zwei Jahren in Frankfurt am Main und wandert seitdem auf deutschem Boden mit Aktionen beispielsweise gegen Rechts umher.

 

 

 

 

6 Gedanken zu “Guerilla-Street Art im fernen Kalifornien und nahem Leipzig

  1. Hi, ich bin Adelina – Redakteurin beim Stadt-Magazin „Leipzig leben“. Schöner Blog und vor allem super Sammlung an StreetArt Impressionen. Das ist auch ein Lieblingsthema von mir und wo immer ich gerade bin und meine Kamera mit am Start ist, versuche ich die Stadtkunstwerke festzuhalten. Eine kleine Ergänzung städtischer Verschönerungsinitiativen kann man also auch hier bestaunen: http://www.leipzig-leben.de/streetart-leipzig/ Die meisten hiervon stammen aus Connewitz und der Südvorstadt. Plagwitz ist da sicherlich schon sehr gut bedient, aber der Leipziger Süden steht dem glaube ich in nichts nach :) Bis dahin und auf viele weitere tolle Stadtkunstwerke!

    Grüße,

    Adelina :)

    • Danke für das Kompliment! Und Du hast recht – der Leipziger Süden ist voll mit Street Art Aktionen. Vor einigen Wochen gab es eine Liebeserklärungsaktion, falls die Dir begegnet ist. Super Idee!

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