Wikipedia

© Wikipedia

Parties im Klassenzimmer – die ’neue‘ Jüdische Mädchenschule in Berlin

Beherbergte Gallerien in den Klassenzimmern, statt Schulspeisungskantine total angesagte Restaurants und zwischendurch Events, wie der große Launch der deutschen Edition des Magazins Interview, das ist die ’neue‘ Ehemalige Jüdische Mädchenschule in Berlin.

© angelikabooks.com

Letzten Monat war die Location in aller Munde, als Charlotte Gainsbourg bei der Eröffnung der Interview sang, Jake Gyllenhall und Naomi Campbell unter den Gästen. Und auch sonst kann sie die Ehemalige Jüdische Mädchenschule sicher nicht über fehlende Publicity dank ihres künstlerischen Konzeptes beklagen, der sie zum angesagten Hot-Spot in Berlins Szene werden lässt, ohne aber dabei klinisch und nur chic sein zu wollen.

Erstmals wurde die heutige Kunst- und Dinner-Stätte 1930 eröffnet. Die 14 Klassenzimmer beherbergen heute Gallerien und ein koscheres Restaurant, in der Turnhalle wird nicht mehr um die Wette gerannt und Gymnastik betrieben, sondern in einem schönen Bar-Ambiente getrunken und sich über neue Ausstellungen ausgetauscht. Und das Faszinierende dabei ist schlicht und ergreifend die Geschichte – das altehrwürdige Gebäude erzählt die Nazizeit, durchlebte die DDR- und Wendezeit, und erlebt heute nun ihr Revival als Kulturspot der Hauptstadt.

© Galerie Michael Fuchs

Die Zeit der durchlässigen Dächer und maroden Bausubstanz ist vorbei .- die Architekten Armand Grüntuch und Almut Ernst sahen das Potential der ehemaligen Bildungsstätte und weckten Dornröschen, die schlafende Schönheit, aus ihrem tiefen Schlaf. Nun beheimatet das Gebäude die Galerie Michael Fuchs, die Camera Work Contemporary und die Eigen + Art Lab, eröffnet erst vor wenigen Wochen. Ab April soll noch ein Restaurant hinzukommen, und im Juli wird das zweitgrößte Kennedy-Museum der Welt dort die Schulbank drücken.

So werden dann die einst leeren Schulgemäuer mit neuem und kulturellem Leben gefüllt. Grandios!

Ehemalige Jüdische Mädchenschule
Auguststraße 11-13
D-10117 Berlin

2 Gedanken zu “Parties im Klassenzimmer – die ’neue‘ Jüdische Mädchenschule in Berlin

  1. Dort war ich schon mal, hatte einen Bericht gelesen und war neugierig. Ich fand es ziemlich gut, zum Restaurant bin ich nicht gegangen aber das Gebäude ist super und sehr schön eingerichtet drinnen. Sicher lohnt sich ein Besuch!

    • Bei meinem nächsten Berlinbesuch ist ein Abstecher dahin auch fest eingeplant, schon allein weil die Umgestaltung einer alteherwürdigen Schule zum Kultur-Spot super spannend ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *