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A Cup of Tea?: Tassenliebe – die Trends 2013

Aus einem kleinen Geschirr- und Interiorlädchen in Sligo/Irland stammen sie, meine Lieblingstasse und ihre Zwillingsschwester. Ich konnte nicht anders als sie in meine Einkaufstasse zu betten und sie zu den mittlerweile unzähligen anderen ‚Trinkbehältnissen’ zu gesellen. Ihr Blümchendekor und ihr hellblauer Tassenrand waren einfach so einladend, dass die beiden Schmuckstücke trotz der Schwere des Koffers und der Furcht, sie könnten auf der Reise kaputtgehen, mit mussten. Seitdem bin ich ungemeiner Fan von Cath Kidston, für deren Geschirr, das wie Puppengeschirr im Design anmutet (deren Größe entspricht Erwachsenenformat, keine Sorge) es nur einen Begriff geben kann: Wunderhübsch!

© cathkidston.co.uk via amazon.com

Nur ein Jahr später ereilte mich das gleiche Schicksal mit zwei anderen Tassen (dieses Mal aber ganz profan von Tesco) – diesmal waren sie kleiner, Tiefblau mit großen weißen Polkadots – wahrscheinlich muss ich nicht mehr dazu erklären. So geht das nun schon über Jahre – ein wahres Tassensammelsurium ist entstanden. Und dieses Jahr schaue ich mich jetzt schon wieder um, welche ‚Opfer’ denn für mein Sammelsurium in Frage kommen könnten.

Anne von DailyartDesign beispielsweise sammelt leidenschaftlich Glühweintassen. Jedes Jahr bringt sie mindestens eine vom Weihnachtsmarkt mit und trinkt daraus auch zu Ostern ihren Tee. Das Schöne an solchen Sammeleien ist: Jedes Sammlerstück hat dabei eine ganz eigene Geschichte, eine eigene Herkunft, eine Episode, die so ganz einfach bei vielen Tassen Tee lebendig bleibt.

 

Das Comeback der Originale – Sammeltassen im Vintage Trend

© anna-vintage.de

Der Unterschied unserer Sammeltassen zu den Originalen ihrer Art ist sicherlich, dass sie nicht seit dem Biedermeier wie zu Großmutters Zeiten in der Vitrine als Kostbarkeit nur der Dekoration dienten und letztlich für die Aussteuer von Bedeutung waren. Die großen Porzellanhersteller wie Fürstenberg, Meissen oder Rosenthal reagierten darauf und produzierten die verschiedensten Tassendekore, Formen und Stile. Heute sind die richtigen Sammlerstücke als Unikate abgesehen vom emotionalem Wert, wenn Oma sie der Enkelin vermacht,  teilweise ein Vermögen wert. Ihr Markenzeichen sind meist Ansichten von Landschaften, die dem Henkel genau gegenüberliegen, und aus späteren Zeiten die typischen Blümchendekore, wobei auch der Goldrand nicht fehlen darf.

Ende der 70iger Jahre war die Zeit der Sammeltasse zu Ende. Allerdings verdankt sie dem Vintage-Trend heute ein großes Comeback. In beispielsweise angesagten Cupcake-Cafés wird der Cappuccino in ihnen passend zum verspielten Charme der gebackenen Kunstwerke in Omas Tässchen serviert, was allgemeines Entzücken bei den Cafébesuchern hervorruft. Selbst im Onlineversand kann man die raren Tassenschätze als Original bestellen.

 

Blumiges in der Tassenwelt

© schoenhaberei.de

Das Comeback der Sammeltassen greift nicht nur den Vintage-Gedanken sondern auch den Blumen-Trend in der Geschirrwelt auf.
Verspielte Blümchen, leuchtende Blüten und florale Ranken paaren sich dieses Jahr immer mit den geradlinigen, klassischen Geschirrgenossen und ergeben so ganz und gar wider aller Vorurteile gegen Blümchentassen keinen Kitsch, sondern ein wunderbar stimmiges Ensemble.

Frühlingsliebe auf dem Kaffeetisch! Besonders junge Menschen greifen laut dem Bundesverband für den gedeckten Tisch zu Blümchengeschirr. Die jungen Leute sind nämlich diejenigen, die davor noch nie damit in Berührung gekommen sind, da deren Eltern ganz einfach keine Blümeleien auf Tassen & Co. besaßen. Allein deshalb konnten die Blümchendekore ihre Omama-Assoziation entweder ab- oder mit einem positiven Flair be-legen.

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Die Welt wird bunt

Leuchtende Farben sind auf dem Tisch nichts Neues, aber dass alles Bunte nun gemixt wird, ist der Knaller. Nun ist das Geschirr eben nicht mehr einheitlich Rot, sondern Lavendel, in sanften Blautönen und blassem Grün gemixt gehalten – Villeroy & Boch lässt grüßen.

© Getty

 

Ombre für Tässchen und Schälchen

Das was man auf den Laufstegen und vor allem beim Lieblingsstylisten immer wieder sieht, hält nun auch auf dem Tisch Einzug: Ombre rocks the table!

© bodo sperlein für nikko via flair-magazin.de

Zarte Farbverläufe lassen gerade im Pastellbereich das Geschirr schon ohne Kuchen und andere Süßigkeiten  einfach zum Anbeißen aussehen.

 

„Ja (…)“, sagte der Hutmacher mit einem Seufzer, „es ist immer Theestunde, und wir haben keine Zeit, die Tassen dazwischen aufzuwaschen.“

Alice im Wunderland, Lewis Carroll

© cathkidston.co.uk

 

Tassen kann man eben nie genug haben.
In diesem Sinne – genießt Euren Tee!

Claudia Böttcher gefällt dieser Artikel

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