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Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen – Eine praktische Betrachtung

Pünktlich zum Nikolaustag schüttelt Frau Holle scheinbar erbarmungslos ihre Betten aus – eine wahre Kissenschlacht scheint im Holle-Himmel zu toben. Und nach überstandener Bus-Odyssee von heute morgen und reichlich Orangenschmaus zur Stärkung beobachtet DailyArtDesign vom Schreibtisch aus das weiße Treiben da draußen.

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Jetzt ist wohl wirklich bald Weihnachten, denn was man manche Jahre für so weit weg hielt, da der Dezember doch eher wie Frühling anmutete, ist dieses Jahr anders – weihnachtlich eben. Und neben aller Geschenkeplanung (Geschenke? Oh, stimmt – da war ja ‚was!), neben dem kürzlichen Dekofieber und der gesamten Ideensammlung zum Festmahl poppt auf der schier unendlichen Liste nun noch ein fester Bestandteil (und weiteres To-Do) des Weihnachtsfestes auf: Der Baum.

Alle Jahre wieder wird er zum Diskussionsobjekt zwischen Mann und Frau, denn jeder weiß es besser. Frau will einen prachtvollen Baum, an dem alle Sterne, Kugeln, nebst Plätzchen, Lametta und dem glänzenden Holzspielzeug Platz finden. Mann denkt eher praktisch und tendiert zum kleineren Exemplar. Oder auch genau anders herum.

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Und meist ist man dann eh zu spät am Baumstand, wo nur noch die traurigen Überbleibsel ähnlich wie in Andersens Märchen Der Tannenbaum auf eine neue Laufbahn von der Tanne aus dem Wald zum Weihnachtsbaum hoffen. Und schon gibt es neue Diskussionen… Doch ganz gleich, welche Größe und welche Form der Baum dann hat – er gehört einfach zum Weihnachtsfest dazu. Und letztlich reißt es meist eh der glänzende Schmuck mit den Lichtern oder Kerzen heraus, sollte der Baum nicht ganz perfekt sein. Dann wird er es!

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Der Brauch eines geschmückten Weihnachtsbaumes geht weit zurück. Immergrüne Pflanzen verkörpern Lebenskraft, weshalb die Menschen glaubten, sich mit einem solchen „Evergreen“ Gesundheit ins Haus zu holen. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Christbaum 1419, als die Freiburger Bäckerschaft einen Baum mit Früchten, Nüssen und süßem Gebäck behing. Zu Neujahr durften die Kinder den Baum dann plündern. Aber schon seit dem Mittelalter war ein sogenannter Paradiesbaum zum 24. Dezember weit verbreitet, an dem Äpfel als Zeichen der verbotenen Frucht hingen. Der Apfel sollte dabei an den Sündenfall erinnern – mit den Jahren wurden aus den Äpfeln dann die typischen gläsernen Weihnachtskugeln. Als Familiengebrauch wurde der Weihnachtsbaum erstmals 1605 erwähnt.

Besonders interessant fanden wir bei der Recherche, dass die Tradition des Baumes durch die Deutschen überliefert wurde. Die englische Königin Victoria vermählte sich 1840 mit Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, woraufhin erstmals der Baum in London Einzug hielt. Und so verbreitete sich der Baum immer weiter durch Europa hindurch. Mittlerweile ist er fester Bestandteil des Weihnachtsfestes und bringt jährlich Kinderaugen zum Strahlen, denn sobald die Kerzen am Baum angezündet werden, ist wirklich Weihnachten. Deswegen wird er oft nur ganz kurz vor dem Fest aufgestellt, meist am Heiligabend früh.

Doch welche Nadel ist die richtige im großen Nadelgehölzhaufen? Hier kurz ein Überblick:

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Nobilis
: Nomen est omen. Dieses noble Nadelgehölz gehört zu den Edeltannen, ist von der Farbe her eher Grün-Türkis mit – auch wenn das eher nach Haarstyling klingen mag – einem glänzenden Finish. Die Nobilistanne gilt as sehr stabil, sie liebt Wärme und nadelt kaum. Sie gehört eher zur Luxusklasse der Weihnachtsbäume und damit leider zur obersten Preiskategorie.

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Rotfichte: Ihr liebt den Duft von Tannenadeln? Dann stellt Euch eine Rotfichte ins Zimmer. Sie stammt aus Mitteleuropa und hat sehr kurzes Nadelhaar. Ihr Duft ist unübertrefflich. Leider macht sie lieber in kühlen Gegenden Urlaub und nadelt daher in wärmeren Regionen schnell.

Als Weihnachtsbaum auf Balkonien ist sie Spitzenklasse, mit kurzem Aufenthalt im Innenbereich auch sehr gut geeginet für das Familienfest. Eine günstige Alternative!

Blaufichte: Das Silbrig-Graublaue ist ihr Markenzeichen. Ihre Nadeln sind allerdings lang und spitz – gut um kleine Kinderhänfde vom Plündern des Baumes abzuhalten, ein Aua ist allerdings vorprogrammiert. Mit ihrer Schwester hat die Blaufichte ihren unbestechlichen Duft gemein. Wunderbar! Preisliche Mittelklasse bei guter Qualität.

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Nordmanntanne: Der wohl berühmteste unter den Weihnachtsbäumen!

Sein symmetrischer Wuchs, das satte Grün und die Nadeln, die nicht pieksen sind doch für die meisten ausschlaggebende Argumente, den beliebtesten Tannenbaum als Christbaum zu krönen. Er duftet nur dezent und liegt preislich in der oberen Kategorie.

 

Wie der Baum lange schön bleibt?

DailyArtDesign hat eine kleine Tipps-Sammlung für Euch zusammengestellt:

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Dann frohes Baumschmücken und noch einen frohen Nikolaustag!!

 

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