Rainer Mirau via posterlounge.de

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Ausflug nach Skandinavien – mit einem Lächeln wohnen

Skandinavien ist immer eine Reise wert. Klare Luft, Fjorde, quellfrisches Wasser, Strände – schon beim Anblick der Urlaubsfotos von Freunden konnte ich viel besser durchatmen, ein super Placebo bei einer ordentlichen Erkältung. Viele bringen sich das nordische Gefühl aus dem Urlaub einfach auf Fotos oder Bildern nach hause. Wie wäre es aber als Wohnstil?

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Holz, leuchtende Farben als i-Tüpfelchen zu meist hellen Wänden, Naturholzmöbel, der Natur nachgeahmte Formen und Muster – willkommen in Skandinavien, äh also, zuhause! Nordisch-skandinavisches Wohnen ist derzeit der wohl angesagteste Wohnstil, nicht zuletzt Ikea sei Dank. Ikea ist sicherlich der Kultfaktor im skandinavischen Wohnen, praktisch und gut. Aber der Wohnstil an sich ergibt sich nicht aus Ikea Mobiliar oder Accessoires, der Stil ist durchzogen von der karg-schönen Landschaft und der engen Naturverbundenheit der Skandinavier. Die Wurzeln des beliebten Stils liegen auch im Designbereich, nämlich bei den bekannten Designern, wie Verner Panton, Kay Bojesen oder Maja Isola.

 

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Die Winter sind lang und dunkel, das natürliche Licht Skandinaviens zwar wunderschön doch rar. Vielleicht ist es deshalb so, dass Licht in der Einrichtung à la Skandinavie eine entscheidende Rolle spielt. Die Architektur allein wird in nordischen Gefilden schon so angelegt, möglichst viel Licht geschickt einzufangen und zu verstärken. Helle, offene Räume sind deshalb das A & O im skandinavischen Zuhause. Verstärkt wird das Licht und alles Lebenbejahende dann noch mittels leuchtenden Farben der Kissen, Vorhänge, Decken, Vasen und Co. Auch an der Natur wird sich orientiert- Vasen erhalten naturanspielende Formen. Die Geschmeidigkeit des Wassers, die bergische Landschaft sowie die kargen Gesteine kehren in der Form von Lampen oder Vasen wieder.

 

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Den Grundstein im skandinavischen Wohnen bildet aber das Holz. Seine Beständigkeit, Wärme und Freundlichkeit versprüht ein Lebensgefühl, das der Schönheit des Nordens gleichkommt. An erster Stelle steht dabei aber immer die Funktion, der die Form folgt. Diese Lebensnähe ist der Designgrundsatz schlechthin: Form follows function. Klare Linien, Praktikabilität und Wohlfühlfaktor geben sich die Hand.

 

Skandinavisches Wohngefühl wird hierzulande besonders durch Ikea verkauft. Der Möbelschwede macht sich seine Identität zu Nutze und erweckt nordisches Heimatgefühl gepaart mit einer Riesenportion Kult, Trend und Hej. Letztlich war wohl jeder schon einmal in einem der vielen Möbelhäuser der Kette und hat mindestens einen Billy, Ingo oder Hemnes zuhause. Sein Billigimage steht dabei ganz und gar nicht im Weg, wobei „billig“ auch meist relativ zu betrachten ist, sind die schicken, an Designklassiker angelehnten Möbel auch ganz „einfach“ zu montieren (jedes Mal wieder frage ich mich, ob ich die einzige Person in diesem Universum bin, die das Montieren satt hat und jedes Mal mindesten drei Stunden für den kleinsten Stuhl braucht, ehe sie ganz aufgibt und nach Hilfe ruft.). Alle Produktnamen sprechen neben ikeaisch auch noch eine tatsächliche nordische Sprache- die Esstische haben nordische Männernamen, das Badezimmerzubehör ist nach Gewässern und die Stücke der Wohnzimmereinrichtung sind nach finnischen Orten benannt.

 

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Ob Ikea nun hin oder her, am meisten am skandinavischen Stil fasziniert uns die natürliche Fröhlichkeit.

Dabei ist eben nicht alles bunt und schreiend, sondern freundlich – man kommt mit einem Lächeln in den Raum.

 

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