Kirsti Lenehan

© Kirsti Lenehan

Badutensilien – Spiegelbild & Schatztruhe des Besitzers

Nicht nur der Flur ist oftmals das vernachlässigte Stiefkind des Heim-Bewohners, auch das Bad wird in Sachen Accessoires oft vernachlässigt. Und ich meine jetzt nicht die hübschen Cremetiegel und Parfumfläschchen, die sich im Laufe der Zeit ansammeln und nicht nur (hoffentlich) Schönheit bewirken sondern auch noch das Bad als solches verschönern. Oftmals werden Nagellack, Rasiercreme, Kämme und Pinsel lieblos auf dem Regal oder der Ablagearmatur liegengelassen. Zwar ist alles griffbereit, aber das Zuhause-Gefühl lässt zu wünschen übrig.

 

Dabei ist doch gerade das Badezimmer neben dem vielbesagten Bücherregal der Spiegel unseres selbst. Selbstverständlich erzählen die Produkte, die wir für Körper- und Gesichtspflege benutzen, so einiges darüber, wer wir sind und was wir sein möchten. Schließlich lassen wir uns, ob nun unbemerkterweise oder nicht gern von den Botschaften der Parfum- und Cremeindustrie beeinflussen, möchten so strahlende Haut wie es in unseren Lieblingszeitschriften propagiert wird und wünschen uns nichts sehnlicher (oder fast), als nach der orientalischen Blumenwiese zu duften, wie die Werbespots in der Primetime zeigen. Auch gibt es einiges auf die Prioritäten des Badezimmerinhabers zu schließen – bevorzugte Marken geben eben auch Aufschluss auf die darauf verwendeten Finanzen, ob nun im Budget enthalten oder nicht.

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Und wer geht nicht gern in das fremde Badezimmer oder das der besten Freundin und lässt sich von der gezeigten Ausstellung inspirieren? Ja, besonders für Frauen sind solche Ausflüge interessant. Bäder geben über vieles Auskunft, sie zeigen die  Sorgfalt, mit der der Besitzer es in Ordnung hält, zeigen das Chaos aus Handtüchern und Make Up – Utensilien, wenn es morgens schnell gehen musste. Nicht selten entlocken sie das ein oder andere „Oh“ oder „Ah“, wenn alle Nagellackfläschchen sortiert und spiegelblank an ihrem Platz stehen und Lippenstifte, Lidschatten und Puder gut verwahrt in der passenden Schatulle die Ablage zieren. Und wie wunderbar überraschend kann es sein, in das Bad eines Mannes zu kommen und dort Rasierzug, Haarpflege Sets, Deo und Parfum säuberlich gepflegt zu entdecken!

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Besonders im Frühjahr überkommt viele (mich eingeschlossen) eine unglaubliche Wegwerf-, Ausmist- und Ordnungslust. Es wird sortiert, verräumt und weggeschmissen, was das Zeug hält. Endlich wieder Platz, endlich wieder schön, ist die Devise. Vorreiter bilden derzeit Acrylboxen, die dezent und transparent Pflege- und Dekorationsutensilien von einander trennen, sollte dies der Badschrank nicht hergeben oder dieser erst gar nicht existieren. Aber auch in Schubladen eignen sich diese Boxen hervorragend, um nicht den Überblick zu verlieren und sind morgens Gold wert – plötzlich findet man genau das, wonach man sonst noch zwanzig Minuten wutschnaubend suchte. Leicht zu reinigen sind sie außerdem- wunderbare Bad-Helferlein also!

 

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Wer es eher geflochten mag, kann auch Körbchen aller Art dazu nutzen, zusammenzubringen, was zusammen gehört und zu trennen, was nicht durcheinander geraten sollte. Beautyprofis vollbringen wahre Kunstwunder mit diversen „Ablagesystemen“ und stylen ihr Schönheitsablage mit Vintagetabletts, Spiegel und allerlei Döschen & Co. Schick und praktisch zugleich, alles an einem Ort, eine Schatzkammer quasi.

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Ganz gleich wofür man oder auch frau sich nun entscheidet – das Bad wird so viel geräumiger und aufgeräumter zugleich wirken und so eben auch Mitglied des Zuhauses.

Ich bin dann mal am Sortieren…

© Kirsti Lenehan

 

 

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