Iryna Shpulak via Posterlounge.de

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Blumenpracht und Vasenqual – ein Diskurs mit Blumen-ABC

Es gehört schon  zu den allwöchentlichen Wochenendritualen, der Besuch im Lieblingsblumenladen, gerade jetzt, wo die Vögel um die Wette zwitschern und man vor lauter Narzissen, Tulpen und Ranunkeln gar nicht anders kann, als ein Sträußchen mitzunehmen. Selbst im Billigsupermarkt lachen mich derzeit immer wieder die heißgeliebten Tulpen an und betteln darum, gekauft zu werden. Und wer ein großes Blumenherz hat, der kann nicht anders – die Blumen sind im Körbchen.

© Kirsti Lenehan

 

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Für mich sind gerade Tulpen ein Allheilmittel. Jede Woche muss ich mir von meinem „Stadtrundgang“ ein Sträußchen des Lächelkrauts mitbringen, ein Geschenk an mich selbst. Und ja, ich schreibe „muss“, da ich gar nicht anders kann, als am Blumenstand meines Vertrauens, um den ich eine halbe Ewigkeit herumschleiche, schließlich habe ich gerade gar keinen Platz für die Blümlein, schwach zu werden. Wahrscheinlich ist die Blumensucht auf meine Kindheit zurückzuführen – schon meine Mama brachte jede Woche ein frisches Bündel Blümelei nach hause. Und meist waren es, wie heute bei mir, einfach nur fünf oder sieben Tulpen, kein Farn (erinnert doch eher an Friedhof), keine Gräser (an den Blumen ist genug Grün), nur die Schnittblumen an sich. Und jede Woche freuten wir uns über den Gruß aus dem ‚Garten‘.

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Nur zuhause reißen die imaginären Streicher, die durch das Blumenmeer ertönen, dann kurzzeitig ab – in welche Vase stecke ich denn die wunderhübsche Ausbeute heute? Ist es denn diesmal eher ein Strauß für den Küchentisch oder die Anrichte im Wohnzimmer? Brauche ich vielleicht doch zwei Sträußchen, oder teile ich einfach die Blumenpracht?

 

Es klingt fast wie bei Muttern, aber in einem hat sie Recht: In der passenden Vase werden Schnittblumen einfach zum Knaller (nur ihre Wortwahl wäre anders gewesen). Und: Dabei spielt gar keine Rolle, ob die Vase teuer war oder noch von Oma stammt, wichtig sind nur Größe, Form und Farbe.

 

© Kirsti Lenehan

 

Der passende ‚Strauß‘ zum Monatsende, wenn sich das Geld langsam dem Ende zuneigt, sind Einzelstücke. Eine einzige Gerbera, eine Sonneblume oder, passend zur jetzigen Saison eine Tulpe und fertig is der „Strauß“ schlechthin. Wunderhübsch dazu sind kleinere bauchige Gesellen, die der Blume Halt geben aber an sich schon ohne Flora und Fauna ein Schmuckstück sind. Neben der Lieblingskerze aus der gleichen Farbfamilie oder auf dem Beistelltisch als Understatement kommt der Frühlingsgruß klitzeklein umso größer heraus.

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Die hohe gerade Vase oder auch eine Art Bottich aus Glas sind superpraktisch und wunderbar hübsch für Zweige, dickere Tulpen- oder andere Blumensträuße.

Wichtig: Nicht zuviel Wasser in das Behältnis geben, lieber einmal nachschenken. Sonst werden die Blumenstiele schnell matschig. Außerdem sieh das Arrangement mit wenig Wasser, das aber immer frisch sein sollte, viel stylischer aus.

 

 

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Auch Vasen entkommen den hiesigen Fashiontrends nicht. Grafische Drucke sind auch im Blumendekorationszauber extrem angesagt. Besonders schön wird das ganze, wenn die Blüte eine Farbe des Musters aufgreift. Stimmig, harmonisch und trendy!

 

Wer kleine Kinder hat, wird sicherlich davon absehen, aber ein grandioser Blickfang ob mit oder ohne Blumen sid Bodenvasen, am besten die schweren bauchigen. Alles Langstielige fühlt sich darin wohl, zu Ostern besonders die Weidenkätzchen oder Kirschzweige, die super lange halten und immer an den Frühling erinnern, selbst wenn es mal wieder schneit.

 

 

 

© Kirsti Lenehan

 

Am häufigsten gebrauchen kann man sicherlich mittelhohe Vasen, die schlicht und glatt daherkommen.

Darin können sich Zweige kräuseln, Ranunkeln munkeln und Tulpen in hohem Bogen wuchern (bei zuviel Wasser wachsen sie wie Unkraut und neigen sich immer dem Licht zu).

Vielmehr braucht es wirklich nicht, um Frische und Farbe in den Raum zu zaubern.

Glasbehältnisse passen außerdem wirklich überall hin, selbst die Weihnachtszweige sehen darin gut und weihnachtlich aus. Ein Allroundtalent!!

 

 

Mein absoluter Liebling gerade für den Küchentisch ist ein Keramik- oder Porzellankrug. Bei mir zuhause steht meist ein kleinerer roter mit weißen Pünktchen, der immer wieder neu mit bunten Frühlingsblumen bestückt wird. Das praktische daran: Einen Krug hat man meist im Haushalt, das erspart den Vasenfrust.

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Damit alle Blümelein fein recht lange so frisch und hübsch bleiben, hat DailyArtDesign sein Blumenwissen kurz zusammengefasst:

 

© DailyArtDesign.de

 

 

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