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Herzstück des alltäglichen Lebens: Der Esstisch

© Kirsti Lenehan_DailyArtDesign.de

Mein treuester Begleiter ist Ingo, mein Küchentisch. Seit Studienzeiten ist auf ihn Verlass, er steht wie ein kleiner Fels in der Brandung in der Küche, er war Zeuge von wunderbaren WG-Parties, ersten und letzten Dates. Etliche WG-Frühstücksessions und Spaghetti Bolognese – Abende wurden an ihm abgehalten. Er diente während Krisensitzungen bei Nichteinhaltung des Putzplanes und beim Aufsplitten der Fixkosten als stumme aber treue Seele – auf seinen Rücken konnten wir uns immer stützen.

Seit meinem Auszug und dem Gründen meiner eigenen kleinen Familie hält Ingo nun in unserer kleinen Familienküche die Stellung. Sein Rücken wird gern einmal zum Dach umfunktioniert, eignet er sich doch hervorragend zum Verstecken spielen. Mit Ingo haben wir geheiratet, die ersten Badeversuche unseres kleinen Sonnenscheins fanden auf Ingo statt, diverse Geburtstage wurden mit Ingo gefeiert. Und jeden Morgen und Abend ist Ingo nun das Bindeglied unseres Dreierhaushaltes. Er ist robust, super geeignet für Klopfspiele aller Art und hält auch den noch so ungeschickten Essversuchen des eigenen Kindes und dessen Freunden stand.

 

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Ohne Zweifel – der Esstisch ist das Herzstück eines gemeinsamen Lebens. Er ist das Kommunikationszentrum schlechthin. An ihm wird gegessen, diskutiert, gelacht, gebastelt. Familie und Freunde versammeln sich um ihn, ganz gleich wie klein und wie voll gestellt er auch sein mag, um an unserem Leben teilzuhaben. Und an Festtagen wie Geburtstagen, Ostern oder Weihnachten putzen wir den Dreh- und Angelpunkt unseres gemeinsamen Lebens heraus, verschönern ihn mit Tischdecken, Blumen, Kerzen & Co., um uns und unseren Gästen eine Stunde Lächeln ins Gesicht zu zaubern und unser Beisammensein zu genießen.

 

Doch so langsam kommt Ingo in die Jahre und wird etwas eng, schließlich sind wir nun zu dritt. Also halte ich Ausschau nach einem adäquaten Ersatz, der etwas größer und rechteckiger als unser alter Quadrat – Ingo ist und im praktischen Leben mit Kind & Kegel allen Herausforderungen gewachsen scheint. Und ja, etwas dekorativer darf er gerne auch sein – nichts gegen Dich, Ingo!

 

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Zum neuen Esstisch in 5 Schritten

Ein neuer Esstisch ist ungefähr vergleichbar mit einem neuen WG-Mitbewohner, er muss einfach passen. Maß, Material, Qualität spielen eine wichtige Rolle, aber auch unsere Vorstellungen von einem perfekten und bezahlbaren Gefährten. Wie also sollte er sein, der perfekte Tisch für`s Leben?

Zuallererst muss die Größe stimmen. Wieviele Personen sitzen normalerweise an unserem Freund für`s Leben? Wieviele Gäste muss er von Zeit zu Zeit beherbergen? Man messe also aus, wieviel Platz zur Verfügung steht und kalkuliere aber auch jeweils die Stuhltiefe + 30 Zentimeter Stuhlfreiheit ein, um noch gut und nicht zu eingeengt sitzen zu können. Als Breite eignet sich im Idealfall das Maß eines Meters am perfektesten, da Gedecke, Schüsseln, Deko diese Breite am besten ausschöpfen. Aber selbstverständlich ist dies auch immer abhängig vom Platz, den die Küche oder die Essecke sonst noch bietet.

Auch die Höhe des Tisches sollte stimmen. Standard ist eine Höhe zwischen 74 und 78 Zentimetern, die sich auch als optimal erwiesen hat. Je nach Kombination der Stühle kann dies aber auch variieren. Deshalb unser Tipp: Unbedingt vor dem Kauf des Tisches die Stuhlhöhe recherchieren oder ausmessen. Auch hier heißt die magsiche Zahl 30 Zentimeter, die zwischen Sitzhöhe- und Tischoberkante Platz finden sollte.

 

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Sind die theoretischen Überlegungen abgeschlossen, heißt es das richtige Material des Tisches zu finden. Ich beispielsweise liebe massive Holztische, da sie einfach unkaputtbar und ein beständiger Lebensbegleiter sind.

Auch Glasplatten können schick sein, allerdings lassen sich Kratzer nicht entfernen, und auch sonst sind sie eher mit Vorsicht zu genießen. Für ein Leben mit Kindern ist Glas eher nicht geeignet.

Auch ganz brillant finde ich das Retro-Flair, dass ein Cherner-Tisch hervorbringt. Klasse!

 

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Die richtige Esstischform hängt von der Raumgröße ab. Rund, oval oder eckig, quadratisch oder als Rechteck – erhältlich ist alles, was das Herz begehrt. Ich würde aufgrund unserer eher niedlich-kleinen Küche zu rechteckig oder idealerweise zu oval tendieren. Hätte ich viel Platz, würde meine Wahl auf einen großen runden Tisch fallen, ein wahrer Sammelpunkt für Familie und Freunde. Herrlich!  In meiner Vorstellung wäre auch die Tischplatte weiß, ganz im Retrostil. Dazu passend würde ich verschiedenfarbige Retrostühle wählen, die eben beides sind: Stylisch, lebensfroh und dazu noch robust genug, mit Kinderpatschhänden, verschüttetem Kakao und der Vielbenutzung durch Freunde stand zu halten.

Fest vorgenommen habe ich mir aber, beim Kauf tatsächlich Probe zu sitzen. Denn erst so merkt man, ob der Tisch die Wärme ausstrahlt, die man sich wünscht, ob eventuell ein Tischbein stört oder ob sogar die eigenen Beine im Weg sind.

Nachdem nun all diese Überlegungen abgeschlossen sind – mein „neuer“ Ingo sollte also zwischen einem Meter und 1.20m lang sein, gern noch länger ausziehbar, Holz, gern in Weiß oder in Weiß mit honigfarbener Tischplatte, kombinierbar mit bunten (Retro)Stühlen und kinderfreundlich allgemein – begebe ich mich auf die Suche in Möbelhäusern, auf Flohmärkten und in den Weiten des www…

 

Claudia Böttcher gefällt dieser Artikel

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