Kathrin Strassek via posterlounge.de

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Wenn die Sonne versagt: Leuchtstoff für`s Gemüt in NEON

Ja, es wird endlich Frühling. Gut, heute mag es mal wieder etwas graue Suppe geben, morgen bestimmt auch, aber die Gradanzeige auf dem Thermometer klettert kontinuierlich weiter nach oben. Und nach dem Regen kommt auf jeden Fall wieder Sonne.  Wie wäre es bis dahin mit einem neuen Mitbewohner? Nein, nicht Ingo, auch kein Haustier – wie wäre es mit ein paar Gute-Laune-Machern, die den Frischekick ins Zimmer holen?

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Wenn die Sonne nicht leuchtet, müssen es eben die Farben tun. Und: Neon ist absolut in. Doch schon beim Klang des Begriffes N-E-O-N scheiden sich die Geister.

Entweder bricht man vom Begriff her in Begeisterungsstürme aus oder sieht nur ein krauses Stirnrunzeln – immer wieder werden Neonfarben als Warnsignal wahrgenommen und auch so gehandhabt. „Vorsicht!“, „Hände weg!“ sind die ersten Reaktionen bei vielen. Dabei ist sein Ruf schlechter als er sein müsste, wenn denn die Qualität stimmt. Billiges Viskose, hässliches Plastik in Neon sind in der Tat ein No-Go, aber Neon als i-Tüpfelchen gepaart mit der passenden Qualität ist fast schon ein Muss. Die Qualität entscheidet. Eine Seidenbluse in Neon-Krallenpink: wunderbar; für das Baumwollshirt im Schlabberlook in kreischend Gelb gilt dagegen ‚Finger weg‘.

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Weniger ist mehr. Nichts trifft es besser in Bezug auf Neon als dieses Fashion-Grundgesetz.

Neon bringt den Frischekick, gibt einem Raum Persönlichkeit und setzt Akzente. Und wie es mit Blickfängen immer so ist, funktionieren sie am besten in Maßen, um eben Blickfang zu bleiben.

Wunderbar kombinieren lassen sich die Neon-Nuancen mit satten Grautönen oder mit Weiß. Und schon wird aus dem kreischenden Gelb, dass es ohne seinen Farbpartner noch war, ein Sonnenstrahl. Die altmodische Zuckerdose wird per Neongriff zur süßen Versuchung, das simple Holztablett zur stylischen Kaffeebegleitung.

 

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Wusstet ihr übrigens, dass Neon bei weitem kein neuer Trend ist. Neon entstammt als Trend der Pop Art Bewegung der 50iger und 60iger Jahre. Die triviale Alltagskunst griff in den 60igern auf den Lebensbereich über und tut dies auch heute wieder. Ein Zuhause mit Pop Art Elementen oder Accessoires steht derzeit ganz oben auf der Einrichtungsskala.

Pop Art in der Einrichtung? Geht ganz einfach. Selbstverständlich gehören dazu die Bilder oder (für uns dann doch erschwinglicher) Kunstdrucke von Andy Warhol & Co. Aber nicht nur das.

Ein wesentlicher Bestandteil sind Accessoires im Retro-Look und in Neon. Geometrische Formen, die als Kontrast miteinander kombiniert werden, wie die runde Pilzartige Lampe vor einer Tapete im Sixties Style mit quadratischen Mustern werden als Blickfang eingesetzt. Als absoluter Eyecatcher dienen aber auch Vasen, Kissen, Lampen in Neon.

 

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Mein persönlicher Favorit ist ein absolut leuchtendes Korallenpink, das sich wie bunte Streusel auf dem Lieblingseis durch die Einrichtung zieht. Pink als Streifen im Kissenbezug, der korallenpinke Lippenstift als Frühlingsbegleiter, das mit Korallenpink durchzogene Muster in Vorhang oder Stuhlkissen – grandios! Wenn man dazu noch weiß, dass meine Wohnzimmercouch anthrazitfarbenen ist, kann man mir doch nur zur Neonfreude gratulieren, oder? Nun muss ich nur noch meine Familie überzeugen…

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